Stadt will bei Sex-Geschäften mitverdienen

0

TRIER. Die Tagesordnung der letzten Sitzung des Trierer Stadtrats vor der Sommerpause am Donnerstag im Großen Rathaussaal umfasst insgsamt 45 Punkte. Besondere Brisanz birgt der Tagesordnungspunkt neun. Prostituierte sollen demnach künftig fünf Euro pro „Veranstaltungstag“ an die Stadtkasse zahlen – als Vergnügungssteuer.

Das Rathaus rechnet so mit Mehreinnahmen von rund 90.000 Euro pro Jahr – bei rund 50 Liebesdienerinnen, die das Rathaus auf seiner Liste hat. Vor gut einem Jahr hatte sich der Stadtvorstand gegenüber dem Online-Magazin 16vor noch mehr als skeptisch gezeigt, was die Einführung der „Prostitutionssteuer“ angeht. Doch die weiterhin angespannte Haushaltslage der Stadt – Trier ist mit rund 700 Millionen Euro verschuldet – hat die Bedenken wohl zerstört. So sucht die Kämmerei nach immer neuen Einnahmequellen, um die Haushaltslöcher stopfen zu können.

Wörtlich heißt es in der Vorlage: „Es ist vorgesehen, das Angebot sexueller Handlungen gegen Entgelt in Beherbergungsbetrieben, Privatwohnungen, Wohnwagen und Kraftfahrzeugen, sowie die gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen in Bars, Saunaclubs, FKK- und Swingerclubs sowie ähnlichen Betrieben zu besteuern.“

Ferner behandelt der Stadtrat in seiner Sitzung die Konsolidierung des aktuellen städtischen Etats, das weitere Vorgehen beim Petrisbergaufstieg, den städtebaulichen Wettbewerb für das Römerbrücken-Umfeld sowie um die geplante Erneuerung der Pfeiffersbrücke in Ehrang. In einem Antrag fordern SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Umbenennung des „Heimatbrunnens“ am Augustinerhof. Die FDP stellt eine Anfrage zur Schülerbeförderung von Tarforst nach Olewig. Für die Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung wurde eine Frage zum Thema inklusives Schulsystem eingereicht. (et)

1 KOMMENTAR

  1. das macht bei einer durchnittlich begabten nutte,1 euro je nummer!ich glaube das ist ok und für alle hu….böcke erschwinglich.

  2. Anm.d.Red.

    Danke für den Hinweis. Da hatten sich ein paar Nullen zu viel eingeschlichen. Oder eben das Wort „Millionen“. Es muss natürlich heißen 700 Millionen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.