Resolution unterzeichnet: Zugverbindung Trier-Perl-Metz soll reaktiviert werden

4
Symbolbild // Foto:dpa

TRIER. Das Land Rheinland-Pfalz und die Région Grand Est in Frankreich haben am Donnerstag in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier eine Resolution besiegelt, die das Ziel bestärken soll, den grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehr zu verbessern.

Die Resolution, die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Jean Rottner, Präsident der Région Grand Est, unterzeichnet wurde, formuliert das Ziel, die Linie Trier – Perl – Metz für den täglichen Verkehr zu aktivieren. Landrat Günther Schartz begrüßt diesen Vorstoß ganz ausdrücklich, ruft aber auch dazu auf, dass für das Projekt nun zügig die Weichen mit den entsprechend notwendigen Schritten gestellt werden.

Er habe bereits seit vielen Jahren über den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord gefordert, diese Strecke für den täglichen Verkehr zu reaktivieren, so Schartz. Dabei gehe es um die Verbindung zwischen der Region Trier und den französischen Nachbarn und damit um die grenzüberschreitende Mobilität im Alltag. Interessant sei dies auch für die Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Frankreich, die einen Arbeitsplatz in der Region Trier haben beziehungsweise in Erwägung ziehen, auf der deutschen Seite zu arbeiten. Die Attraktivität der Region Trier werde durch die gute Anbindung auch in dieser Hinsicht gesteigert. Darüber hinaus werde mit einem täglichen Zugverkehr zwischen Trier und Metz auch der direkte Anschluss an das französische Hochgeschwindigkeitsnetz geschaffen. In entgegengesetzter Richtung werde mit der Linie Metz – Trier die Verbindung von Frankreich unter anderem nach Nordrhein-Westfalen und weiter nach Norddeutschland verbessert, erläutert der Landrat, der zur Unterzeichnung der Resolution eingeladen ist, aber aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen kann.

Zunächst müsse es für die Beteiligten nun darum gehen, die technischen Voraussetzungen für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zu schaffen, da es in Frankreich andere Bahnstrom- sowie Signalsysteme als auf den deutschen Strecken gebe, sagt Schartz. So müssten unter anderen über das EU-Programm INTERREG Mittel zur Verfügung gestellt werden, um diesen technischen Anforderungen zu genügen.

Rheinland-Pfalz und die Région Grand Est würden eine gemeinsame Konzeption und Ausschreibung für die Linie Trier – Perl – Metz planen, heißt es in der Resolution. Der Start des gemeinsamen Verkehrsangebotes sei für Ende 2024 vorgesehen.

4 KOMMENTARE

  1. Start 2024, das ist ja lächerlich lange ; 5 Jahre braucht man um eine Schienenverbindung wieder aufleben zu lassen, wieso neues Zugmaterial , die französischen Nahverkehrszüge fahren doch auch in Saarbrücken schon seit Jahren grenzüberschreitend und auch im Trierer Bahnhof habe ich die vor Jahren schon gesehen als es am Wochenende noch eine Verbindung nach Metz gab. Da wundert einen nicht mehr dass die deutsche Bahn nichts mehr gebacken bekommt.

  2. Das ist leeres Gewäsch von der Dreyer um sich mal wieder in einem positiven Kontext in den Vordergrund zu schieben.
    Von Trier nach Perl fahren jetzt schon Züge im Stundentakt. Die müsste man dann eben nach Thionville durchbinden, wenns kein entsprechendes Zugmaterial gibt das in beiden Netzen fahren kann, der Umbau einiger Garnituren dauert nicht 5 Jahre. Aber wer soll denn wochentags nach Metz fahren von Trier aus, und umgekehrt, soo spannend ist es in Trier nicht, dass viele Leute von Metz nach hier wollen.
    Das ist unkonkretes Wischiwaschi, sonst gar nix. Wenn die Dreyer was Konkretes tun wollte, dann soll sie dafür sorgen dass endlich die Weststrecke wiedereröffnet wird, das läuft schon seit Jahren, da ist der konkrete Nutzen vorhanden, aber da sagt sie gar nix dazu weil sie weiss dass da zuviele Unwägbarkeiten sind und sie dann eventuell in einem negativen Kontext in den Schlagzeilen ist wenn nix vorangeht. Resolutionen unterzeichnen ist da einfacher.
    Übrigens kann man jetzt schon wochentags mit dem Zug von Trier nach Metz fahren, über Luxembourg, dauert 1 STunde 50 min, das sind auch nur 20 Minuten mehr als der direkte Zug braucht der an Feiertagen von Trier nach Metz fährt, wer mit dem Zug fahren will wird sich von den 20 Minuten nicht abcschrecken lassen.

  3. Halt in Konz, halt in Temmels, Kleinkröten, Hinterallem und in Wasserlisch und sonstwo an jeden Kuhkaff wird gehalten und da ist der Fehler. Trier…….Perl……..Metz Feierabend, wer zureisen will muss nachreisen wie im ICE, genau so stelle ich mir dir Fahrt nach Koblenz vor. Trier…….Wittlich…..Cochem …..Koblenz aus Ende. Fahrzeit wird signifikant gekürzt. Plötzlich wird Bahnreisen interessant

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.