RÖMERSTROM Gladiators Trier erkämpfen sich mit Sieg gegen Karlsruhe Platz 6

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TRIER. Es war ein guter Vorgeschmack auf die kommenden Playoffs. Vor über 3500 Zuschauern haben die RÖMERSTROM Gladiators Trier am Samstagabend in einer spannenden Partie verdient mit 87:82 gegen die PS Karlsruhe Lions gewonnen.

Weil Ehingen zeitgleich in Kirchheim verlor, rückten die Gladiatoren in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf den sechsten Platz vor.
Das Spiel hatte alles, was Spitzenbasketball ausmacht. Spannung, spektakuläre Aktionen und eine tolle Kulisse in einer gut gefüllten Arena Trier. Fast hätte man annehmen können, das Aufeinandertreffen von Trier und Karlsruhe wäre bereits ein Spiel einer Playoff-Serie gewesen.

Die nötige Intensität brachten beide Teams zumindest schonmal auf das Parkett. Doch am Ende war es ein Spiel zweier Teams, die sich die bessere Ausgangsposition für die Endrunde erarbeiten und gleichzeitig das Spiel als Generalprobe nutzen wollten.

Doch von vorne: Trier begann stürmisch. In der Offensive lief der Ball früh rund und sicher. Karlsruhe wirkte überrumpelt vom Trierer Sturmlauf und kam kaum zu guten Aktionen. Beim Stand von 10:0 aus Sicht der Gastgeber nahm Gäste-Coach Ivan Rudez die erste Auszeit. Und die wirkte. Rudez schaffte es sein Team aus dem Tiefschlaf aufzuwecken. Von da an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, die starken Offensivbasketball und spektakuläre Aktionen zu bieten hatte. So zum Beispiel der Dreier von Kevin Smit zum 13:2 mit Hand im Gesicht oder der krachende Dunk von Johannes Joos (15:9) – Die Arena Trier stand Kopf. Doch weil Karlsruhe nun ebenfalls die schweren Würfe traf, kamen die Gäste nun immer näher an die Hausherren heran. Vor allem Orlando Parker zeigte in dieser Partie seine unglaubliche Vielseitigkeit. Ob per Layup, aus der Mitteldistanz oder von der Dreierlinie, Parker übernahm nun Verantwortung und war ein großer Faktor dafür, dass die Lions sogar die Führung im ersten Viertel übernehmen konnten. Mit einem 24:26-Rückstand aus Sicht der RÖMERSTROM Gladiators ging es in den zweiten Spielabschnitt.

Das Spiel blieb auch in diesem weiter unglaublich spannend und intensiv. Trier schaffte es immer wieder mit guten Zügen zum Korb wichtige Fouls zu ziehen. Deshalb kamen sie durch Freiwürfe zu einfachen Punkten. Ebenfalls wichtig in dieser Phase: Kelvin Lewis. Der Shooting Guard traf wichtige Würfe und hielt das Spiel so zu jedem Zeitpunkt knapp. Trier zeigte jedoch insgesamt eine starke Teamleistung. Durch den Ausfall der beiden Guards Simon Schmitz und Kyle Dranginis mussten nun andere Spieler in die Bresche springen. Und das taten sie. Johannes Joos übernahm viel Verantwortung im Scoring, Kevin Smit, Kelvin Lewis und auch ein starker Stefan Ilzhöfer sortierten das Spiel der Trierer. Ein wichtiges Zeichen vor den Playoffs, dass auch diese Ausfälle durch die kollektive Stärke der Gladiatoren kompensiert werden können. Joos, der in der Zone kaum zu stoppen war, erzielte am Ende starke 24 Punkte und holte neun Rebounds. Weil die Gastgeber offensiv einen klaren Plan verfolgten und Karlsruhe unter Druck setzten konnten sie sich zur Pause die Führung wiedererobern. Mit 48:47 ging es in die Kabinen.

Wer glaubte, dass beide Teams die Intensität nicht mehr hochschrauben könnten, der täuschte sich. Nach der Pause steigerten beide Teams vor allem defensiv das Engagement. Trier brachte dafür Kilian Dietz von der Bank. Der Big Man kam für Till Gloger in einer Phase ins Spiel, in der die Löwen versuchten das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Vorher hatte Shooting Guard Davonte Lacy zwei Dreier in Folge getroffen und so Karlsruhe wieder herangebracht. Dietz zeigte wie wichtig er für die Trierer Defensive sein konnte und warf sich in jeden Zweikampf und nach jedem Ball. Auch offensiv holte er einen wichtigen Rebound und zog Fouls. Karlsruhe erobert zwar die Führung vor dem entscheidenden Spielabschnitt zurück, jedoch waren die Gäste in gehörigem Foultrouble vor dem letzten Viertel.
Zunächst jedoch sah es so aus, als könnten die Badener den Sieg von der Mosel mitnehmen. Dank eines Dreiers von Parker zogen sie bis auf fünf Punkte weg (71:76). Die Gladiatoren gaben sich jedoch nicht geschlagen und packten nochmal eine Intensitätsstufe oben drauf. Dank eines wilden Dreiers von Kelvin Lewis und einer starken Performance von Kevin Smit und Stefan Ilzhöfer gelang es den Trierern wieder heran zu kommen und gar in Führung zu gehen. Während die RÖMERSTROM Gladiators einen 11:0-Lauf hinlegten, verloren die Lions Orlando Parker und Cyrus Tate aufgrund von fünf Fouls, was vor allem unter dem Korb zu großen Problemen führte. Das nutzte Johannes Joos gnadenlos aus. Zwar kam Karlsruhe vor dem Ende nochmal dank eines erneut wilden Dreiers von Davonte Lacy auf drei Punkte heran, jedoch blieb Kelvin Lewis an der Freiwurflinie ganz cool und sicherte den Gladiatoren so den achten Heimsieg der Saison und gleichzeitig Platz 6.

Nun warten im Playoff-Viertelfinale die Nürnberg Falcons auf die RÖMERSTROM Gladiators, die sich den dritten Platz sichern konnten. Das erste Spiel findet in Nürnberg am 06. April 2019 statt. Das erste Heimspiel bestreiten die Gladiatoren dann am 10. April 2019 um 19:30 Uhr. Der freie Kartenvorverkauf für das erste Playoff-Heimspiel der RÖMERSTROM Gladiators Trier startet am Donnerstag, den 04. April unter www. ticket-regional.de, in der Geschäftsstelle der Basketballer sowie allen anderen, bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. Alle Dauerkartenkunden haben noch bis zum 03. April die Möglichkeit sich ihre Plätze zu sichern.

Stimme
Christian Held: „Ich bin stolz auf mein Team, wie wir heute aufgetreten sind. Vor allem im Hinblick darauf, wie wir immer mit den Ausfällen umgehen und kollektiv Stärke zeigen. Wir haben zu keinem Zeitpunkt nach Ausreden gesucht, sondern die Situation angenommen und gezeigt, dass wir diesen Sieg unbedingt wollen. Jetzt kommt die spannendste Zeit des Jahres, auf die wir die gesamte Saison hingearbeitet haben. Nürnberg ist ein starkes Team, was mit viel Selbstvertrauen aus zehn Siegen in Folge auftreten wird. Wir werden an unsere Leistungsgrenzen und vielleicht sogar darüber hinaus gehen müssen um die Serie für uns zu entscheiden. Wir werden aber alles daran setzen genau das zu schaffen.“

Statistik
Kelvin Lewis (16), Kevin Smit (10), Jermaine Bucknor (4), Rupert Hennen (2), Lucien Schmikale, Kilian Dietz (2), Thomas Grün (10), Stefan Ilzhöfer (16), Till Gloger (3), Johannes

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