Autofasten in Trier und in der Umgebung

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Foto: dpa-Archiv

Bildquelle: Bistum Trier

TRIER. Die Fortbewegung mit dem Auto ist für viele Leuten genauso selbstverständlich, wie der Genuss von süßen Speisen. Bei dem Begriff „Fasten“, denken viele sofort an den Verzicht von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Lebensmitteln. Doch Fasten geht auch anders: Wie wäre es zum Beispiel mal damit, auf das geliebte Auto zu verzichten? Beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Hobby. All das soll ohne Auto klappen?

„Autofasten“ fällt in der Stadt leichter als auf dem Land, das kommt daher, da in der Stadt mehr Busse und Bahnen fahren und die Wege hierdurch kürzer sind. Doch trotzdem greifen viele direkt zum Automobil, egal wie kurz der Fahrtweg ist. Ebenso sehen Teenager schnell das „Elterntaxi“ als einen einfachen Weg. Es ist eine Frage der Gewohnheit und der Bequemlichkeit auf sein Auto zu verzichten und es erfordert insofern eine gewisse „Opferbereitschaft“. Also einfach mal versuchen das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder alternativ zu Fuß zu gehen.

Natürlich gibt es für viele Menschen dagegensprechende Gründe, beispielsweise das Wetter, die Zeit oder sogar das eigene Image. Die Vorteile sind jedoch gewaltig. Man hat keinen Stress im Stau, keine Parkplatzprobleme, Autofasten fördert durch die Bewegung die Gesundheit, es ist günstiger und spart Geld, es ist spritsparend und die Umweltverpestung wird verringert.

Unter anderem durch die Benutzung des Autos sind die dramatischen Folgen des Klimawandels überall spürbar. Es gibt Überschwemmungen, Wirbelstürme, Trockenheit, die Gletscher schmelzen und Wüsten breiten sich aus. Die armen Länder des Südens und deren Einwohner sind ebenfalls durch den Klimawandel hart betroffen. Ebenso wird die Lebensqualität von Menschen, Tieren und Pflanzen durch den Lebensstil der Menschheit geschädigt. Um das Klima zu schützen, kann jeder einen kleinen Beitrag dazu leisten – Auch Autofasten ist eine Möglichkeit dies zu unterstützen. Ziel ist es, den persönlichen Lebensstil zu verändern, um die Kohlendioxid-Emission zugunsten des Klimaschutzes zu verringern.

Ein Auto fügt der Erdatmosphäre pro 100 Kilometer rund 14,7 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid hinzu. Grund genug, nach Alternativen Ausschau zu halten und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Denn durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und dem Fahrrad ergibt sich ebenfalls die Möglichkeit zur Begegnung und Kommunikation mit anderen Menschen.

Schon seit mehreren Jahren findet die Aktion „Autofasten“ statt – Hier ein Bild aus 2016

Schon gewusst? Für Interessierte gibt es sogar die Möglichkeit an einer Art Wettbewerb kostenlos teilzunehmen. Teilnehmer müssen sich hierzu auf der Website Aktion Autofasten registrieren. Gruppen wie Schulklassen, Unternehmen oder Vereine können sich anmelden. Im vergangenen Jahr waren es etwa 1.800 Menschen die bei dieser Art von Klimaschutz mitgemacht haben. Die katholische und evangelische Kirche in Trier rufen zu dieser Aktion seit 21 Jahren auf.

Auch wenn es sich ziemlich lange anhört, vom 6. März bis zum 20. April auf das Auto zu verzichten, lohnt es sich so der Umwelt, den Lebewesen, seinen Mitmenschen und sich selbst etwas Gutes zu tun. „Es soll nicht darum gehen, das Autofahren gänzlich zu verbieten. Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Das kann und soll zu neuen Einsichten und neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen, so Dr. Barbara Hendricks, ehemalige Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.“

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