Eintracht: Kinscher-Kanone bringt späten Ausgleich in Karbach

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TRIER/KARBACH. Eintracht Trier hat durch einen Last-Minute-Treffer von Dominik Kinscher am Samstagnachmittag einen Punkt aus Karbach entführt. Nach einer engagierten Vorstellung im ersten Durchgang tat sich der SVE auf dem Quintinsberg in der zweiten Halbzeit lange schwer, ehe der Mittelfeldspieler mit seinem Traumtor in der Nachspielzeit doch noch für den 1:1-Ausgleich sorgte.

Durch den Punktgewinn verbleiben die Moselstädter weiter im Mittelfeld der Oberliga-Tabelle.

Mit nur einer Änderung in der Startelf ging Eintracht Trier am Samstag in das Auswärtsduell beim FC Karbach. Kapitän Simon Maurer, der beim letzten Heimspiel wegen einer Prüfung an der Universität nicht mitwirken konnte, kehrte anstelle von Stephan Schuwerack ins Team zurück. Obwohl die Moselstädter ordentlich in die Partie fanden, zeigte sich schon früh die Spielidee des FC Karbach: mit langen Bällen ihren Topstürmer Enrico Köppen in Szene setzen. In der 5. Minute tauchte dieser erstmals relativ frei vor Eintracht-Keeper Denis Wieszolek auf, sein Torschussversuch konnte aber geblockt werden.

Die erste Duftnote setzten die Gäste aus Deutschlands ältester Stadt dann in der 15. Minute: Nach einer ansehnlichen Kombination landete das Leder schließlich bei Mittelfeldspieler Maurice Roth, dessen Flachschuss von Karbach-Keeper Bauer allerdings per Fußabwehr stark pariert wurde. Nur zwei Minuten später wurde es erneut brandgefährlich, als ein wunderbar getretener Freistoß von Ömer Kahyaoglu ans Aluminium prallte – Pech für den SVE in dieser Szene (17.)!

Auf die Angriffsversuche der Hausherren schien die Eintracht-Abwehr in der Folge zunächst gut eingestellt. Nur kurz vor dem Seitenwechsel agierte die Defensive der Blau-Schwarz-Weißen dann aber eben doch einmal unkonzentriert und wurde dafür promt bestraft. Oscar Feilberg schlich sich nach einem weiten Einwurf davon und versenkte das Leder zum 1:0 für die Gastgeber im Eintracht-Tor (41.). Zu diesem Zeitpunkt hätte der Spielstand gut und gerne auch anders aussehen können, schien es zeitweise doch so, als hätten die Hausherren kein Interesse ernsthaft am Spiel teilzunehmen.

Wer im zweiten Durchgang mit mehr spielerischen Glanzmomenten gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Auf dem schwer zu bespielenden Karbacher Rasen blieb die Partie auf einem durchwachsenen Niveau. Beide Teams taten sich in der Offensive sichtlich schwer. Die nächste Torchance im Spiel war dann wiederum ein Fernschuss des Karbachers Feilberg, den Wiszolek gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken konnte (68.). Bis in die Schlussphase sah nun alles nach einem knappen Heimsieg für den FC Karbach aus – bis dann quasi mit dem Abpfiff Dominik Kinscher doch noch für ein echtes Highlight sorgte. Die fünfte Minute der Nachspielzeit war bereits angebrochen, als der offensive Mittelfeldspieler einen weiten Ball von Keeper Denis Wieszolek mit der Brust verarbeitete und dann ansatzlos mit rechts im Winkel versenkte – ein absolutes Traumtor zum ganz späten 1:1-Ausgleich, der der Eintracht zumindest noch einen verdienten Punktgewinn bescherte (90.+5).

Durch den Auswärtspunkt bleibt Eintracht Trier weiter im Mittelfeld der Oberliga-Tabelle. Während der SVE im heimischen Moselstadion zuletzt vier Siege in Folge einfahren konnte, tut sich das Team von Chefcoach Josef Cinar auf fremdem Platz weiterhin schwer.

Statistik:

FC Karbach: Bauer, Beck, Hohns, Jakobs (88. Peuter), Feilberg (90.+4 Fischer), Marx (80. Eberhardt), Kohns, Göderz, Puttkammer, Köppen, Frisch

Eintracht Trier: Wieszolek – Heinz, Maurer, Kling, Kaluanga Bwanga (83. Güth) – Roth (71. Thul), Thayaparan – Anton (71. Diefenbach), Kahyaoglu, Kinscher – Brandscheid

Tore: 1:0 Feilberg (41.), 1:1 Kinscher (90.+5)

Schiedsrichter: Tim Gillen

Zuschauer: 422

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