Als erste Stadt in Rheinland-Pfalz: Trier gibt sich Aktionsplan zur Nachhaltigkeit

5

TRIER. Von Patenschaften für Bäume über Snack-Automaten mit fair gehandelten Produkten bis hin zu Handy-Sammelboxen: Als nach eigenen Angaben erste Stadt in Rheinland-Pfalz hat sich Trier einen entwicklungspolitischen Aktionsplan gegeben, mit dem die 17 Ziele der Vereinten Nationen (UN) zur Nachhaltigkeit umgesetzt werden sollen.

«Natürlich können wir als Stadtverwaltung Trier nicht die Welt retten, aber es geht darum, dass wir unseren kleinen Teil dazu beisteuern», sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) am Mittwoch zum Start des Programms. Seiner Kenntnis nach ist der Plan auch bundesweit einmalig.

Der Aktionsplan Entwicklungspolitik umfasst 193 Maßnahmen, die die Stadt mit Bürgern, Verbänden und Institutionen über die vergangenen zwei Jahre entwickelt hat. Dazu gehören auch die Einführung eines Becherpfand-Systems, die Aufstellung von Sammelvorrichtungen für Pfandflaschen an öffentlichen Mülleimern und die Ausstattung von Schulen und öffentlichen Einrichtungen mit Leitungswasserspendern. Mitarbeiter der Stadtverwaltung bekommen Dienstfahrräder – später auch in einer Elektroversion. Car-Sharing soll ausgebaut werden.

Die Umsetzung des Plans wurde im Januar im Stadtrat einstimmig beschlossen. «Unsere Erde ist eine «Limited Edition»: Wir sind in der Verpflichtung, diese Erde zu erhalten, denn weder die Natur noch die Menschheit wird einfach auf einen anderen Planeten umziehen können», sagte Leibe. Der Plan sollte am Abend feierlich ins Leben gerufen werden.

«Der Trierer Aktionsplan Entwicklungspolitik ist ein gelungenes Beispiel für gesellschaftliches Engagement für Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene», teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zum Projekt mit. «Nachhaltig leben und wirtschaften – das funktioniert nur dann, wenn es dort verankert wird, wo die Menschen zuhause sind: In den Städten und Gemeinden.»

Ganz bewusst habe man sich für ein «strategisches Programm» mit vielen Akteuren entschieden, sagte die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, Lea Horak, in Trier. Bereits angelaufene Projekte seien mit ins Boot geholt worden. Der Plan lege genau fest, wer was bis wann umsetze. Der Zeitraum sei bis 2024 festgesetzt. Jedes Jahr solle überprüft werden, wie die Umsetzung voran komme.

5 KOMMENTARE

  1. die Einführung eines Becherpfand-Systems: Für wen?
    , die Aufstellung von Sammelvorrichtungen für Pfandflaschen an öffentlichen Mülleimern: Pfandflaschen werden auch so gerne genommen
    und die Ausstattung von Schulen und öffentlichen Einrichtungen mit Leitungswasserspendern. : Was bringt das? Leitungswasser kann man aus jedem Hahn zapfen

    Mitarbeiter der Stadtverwaltung bekommen Dienstfahrräder – später auch in einer Elektroversion.: die sie dann nicht nutzen

    Car-Sharing soll ausgebaut werden.: Sehr vage

    Konkrete Massnahmen für Nachhaltigkeit wären:
    Ein 10er Busticket für 10 EUR
    Wiesen werden nur einmal pro Jahr gemäht
    Das Zugticket ab Lux nach Trier oder von sonstwo wird an Samstagen auf die Einkäufe angerechnet wenn soundsoviel Mindesteinkauf zustande kommt
    Das Nahverkehrssystem wird beschleunigt ausgebaut
    usw.

  2. Von den 17 Zielen der UN zur Nachhaltigkeit sagt keins dass Pfandringe der Nachhaltigkeit dienen.
    Ist zwar schön, dass arme Rentner denen dank SPD und co die Rente zum Leben nicht reicht sich dann nicht mehr bücken müssen aber mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.
    Und der Strom für die Dienstfahrräder kommt natürlich aus der Steckdose haha.
    Wenn die Dreyer was gutheisst heisst es sehr vorsichtig sein. DAs wird dann wieder ein finanzielles Desaster für RLP, in dem immerhin die am meisten verschuldeten Städte Deutschlands liegen, darunter Trier.
    Die Dreyer und ihr Mann sind eine Katastrophe für Trier und Rheinland-Pfalz

  3. Von den 193 Maßnahmen sind 0 der persönliche Wunsch von Dreyer und wahrscheinlich auch 0 konstruktive Vorschläge von Ihnen. Was schlagen Sie vor?

  4. Was man von dem ganzen Nachhaltigkeitsunsinn in Trier halten muss kann man im Augenblick gut in der Luxembourger Strasse sehen:
    Der Mittelstreifen wurde schon wieder abrasiert in typisch deutscher Gründlichkeit. Warum?
    Es würde reichen den einmal pro Jahr zu mähen, schon hätte man eine Wiese mit Blumen für Bienen und Insekten und es würde noch Geld sparen. Aber dann kämen natürlich wieder die ganzen Spiesser und würden behaupten das Ganze sieht nicht ordentlich aus. Totaler Quatsch das Nachhaltigkeitsgelabere, vor allem in Trier.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.