Der Fuchs im Stadtgebiet

2
Der Fuchs: listig, schlau und schön (Foto: Martin Becker).

WITTLICH. Im Frühjahr häufen sich die Anrufe besorgter Bürger beim Forstrevier der Stadt Wittlich. Aufmerksame Wittlicher sehen vor allem in den frühen Morgen oder Abendstunden Reinecke Fuchs durch ihre Gärten oder Straßen ziehen.

Der Fuchs, eigentlich ein Wildtier, ist ein klassischer „Kulturfolger“. Er sucht die Nähe der Menschen, denn hier werden ihm Nahrung und Unterschlupf gewährt. Der Fuchs ist ein gut angepasster Allesfresser, der gelernt hat die Annehmlichkeiten, die die Menschen ihm bieten zu nutzen. Solange genügend Nahrung „angeboten“ oder gar gefüttert wird, wird man ihn in den Gärten und Straßen sehen. Katzen- oder Hundefutter auf der Terrasse, Essensreste auf dem Komposthaufen oder aber auch die monatlichen Gelben Säcke sind für den „Stadtfuchs“ eine hervorragende Nahrungsquelle. Daher sollten keine Nahrungsreste auf dem Kompost entsorgt werden und Tierfutter vor allem nachts nicht im Freien stehen, um den Fuchs nicht anzulocken.

Gerade im Frühjahr sind es die Elterntiere (Fähe und Rüde), die oft mit wenig Scheu auf der Suche nach Nahrung für ihren Nachwuchs sind. Später im Jahr sind es aber auch verspielte und noch ihre Umgebung erkundende neugierige Jungfüchse, die vom Menschen erblickt werden.

Die bloße Anwesenheit des Fuchses stellt jedoch kaum eine Gefahr für den Menschen dar. Dank erfolgreicher Impfaktionen ist die Tollwut bereits seit vielen Jahren in Rheinland-Pfalz nicht mehr aufgetreten. Seit dem Jahr 2008 gilt Deutschland als Tollwut frei.

Die Gefahr für den Menschen durch den „Fuchsbandwurm“ ist als nicht besonders hoch einzuschätzen. Wer die „normale Hygiene“ berücksichtigt, ist fast sicher vor einer Infektion. Wichtig ist es Hände gründlich zu waschen, nachdem man im Garten gearbeitet hat. Früchte sollten vor dem Verzehr gründlich abgewaschen werden. Auch sollten Haustiere wie Hunde oder Katzen regelmäßig entwurmt werden, da diese auch als Zwischenwirte fungieren können.

Die Nähe des Fuchses hat auch etwas positives, er jagt Ratten und Mäuse und der oft lästige Marder schätzt die Anwesenheit des Fuchses wenig.

(Wittlicher Rundschau)

2 KOMMENTARE

  1. Danke, Wittlicher Rundschau für diesen aufklärenden Artikel. Leider versuchen die Jäger immer noch mit Desinformation und offensichtlichen Lügen, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie jährlich an die 500.000 dieser wichtigen Gesundheitspolizisten mit Flinte, Falle, Baujagdhund aufs Grausamste abschlachten müssen! Für die Jäger ist er ein lästiger Beutekonkurrent – wollen sie doch alle ausgesetzten Fasane und die letzten Feldhasen selbst erschießen … Lassen wir uns also nicht mehr für dumm verkaufen und kämpfen gegen Jägerlatein und Ignoranz!!!

  2. Auf unseren Gartengrundstücken unterhalb des Petrisberges leben schon seit Jahrzehnten Füchse, manchmal sieht man sie im Garten in der Sonne liegen, mnchmal kreuzen sie nachts unseren Weg , sie werden nicht gefüttert, machen keine Probleme und waren nie agressiv also leben und leben lassen. Schlimmer als Füchse sind die Wildschweine, über die die zuständigen Behörden, die Förster und Jagdpächter nicht mehr Herr werden. Da sollte sich mal etwas tun , mittlerweile mussten alle Anlieger Wildzäune um ihre Grundstücke ziehen weil die Zerstörungen überhand nahmen. Hier haben bisher alle Verantwortlichen kläglich versagt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.