DLRG: Brauchen Ehrenamtliche für Wasserrettung

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MAINZ. Angesichts zunehmend heißer Sommer und mehr extremer Wetterlagen werden nach Einschätzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Rheinland-Pfalz mehr ehrenamtliche Retter gebraucht.

«Wir müssen an Badestellen, Seen und in Strandbädern noch präsenter sein», sagte der Vizepräsident des DLRG-Landesverbandes, Gerhard Scholz, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es müssten verstärkt Junge angeworben, ausgebildet und im Ehrenamt gehalten werden. «Das ist eine Riesenherausforderung.»

Um das Thema Wasserrettung in Zeiten des Klimawandels geht es unter anderem auch bei einem «Symposium Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst» des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Samstag an der Mainzer Unimedizin. Der Klimawandel bringe mehr Extremwetter wie Starkregen, sagte Scholz. Selbst kleine Bäche könnten schnell zu einem Strom anwachsen und bei Notfällen brauche es dann Spezialisten wie die Strömungsretter.

«2018 und 2003 waren zum Beispiel gravierende Jahre, wo es sehr heiß war und viele Badeopfer zu beklagen waren», sagte Scholz. Es seien im vergangenen Jahr während der langen Hitzeperiode an Wochenenden regelmäßig viel mehr Badende gewesen als in früheren Jahren. An Rhein und Mosel sei wegen des niedrigen Wasserstandes fast nur noch die Fahrrinne mit Wasser gefüllt gewesen. «Einige leichtsinnige Mitbürger haben sich da zu weit rausgewagt und sind mitgerissen worden.»

Zudem steige die Zahl der Nichtschwimmer, sagte Scholz. Um dem entgegenzuwirken, brauche es mehr Ausbilder für Schwimmunterricht, aber auch Schwimmbäder, woran es in zahlreichen Kommunen mangele. «Das ist ein sehr großes Problem in ganz Deutschland», sagte Scholz.

Es gelte, so viele Einsatzbereitschaften von Ehrenamtlichen zusammenzubekommen, um an «Hotspots» regelmäßig präsent sein zu können. Dafür brauche es mehr Helfer, denn in mancher Ortsgruppe stünden die Aktiven in bestimmten Sommerphasen schon jetzt sieben Tage die Woche rund um die Uhr bereit und gingen trotzdem noch ihrem normalen Job nach. Insgesamt kommt die DLRG in Rheinland-Pfalz Scholz zufolge derzeit auf rund 1000 Einsatzkräfte. Wieviel mehr es landesweit künftig sein müssten, lasse sich nicht genau beziffern

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