TBB Trier: Zirbes zieht’s zum Meister

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TRIER. Wie von lokalo bereits vorab gemeldet, wechselt Maik Zirbes von der TBB Trier zu den Brose Baskets aus Bamberg. Der 2,07 Meter große Center unterschrieb beim Deutschen Meister und Pokalsieger einen Vertrag bis 2014 mit der Option auf ein weiteres Jahr. In Bamberg tritt Zirbes damit in die Fußstapfen seines Nationalmannschaftskollegen Tibor Pleiß, der die Bamberger verlassen wird.

„Ich gehe nach Bamberg, um zu lernen und mit einer neuen Art von Druck umzugehen“, so Zirbes, der mit den erfolgsverwöhnten Franken in der neuen Saison in der Euroleague antreten wird. „International ist alles nochmal schneller und athletischer, das ist eine neue Herausforderung für mich.“ Der amtierende Most Improved Player und beste U24-Spieler der Beko BBL freut sich auf diese neue Situation, wenngleich ihm der Abschied alles andere als leicht fällt: „Die Zeit in Trier war unvergesslich, und ich möchte mich bei allen, den Fans, den Coaches, der gesamten Organisation für diese wunderschönen Jahre bedanken“, so der gebürtige Traben-Trarbacher, der in der Saison 2007/2008 erste Einsatzzeit für die TBB in der Beko BBL erhielt. Zuvor hatte der 115 Kilo-Koloss im Trikot des TBB Junior Teams die NBBL dominiert und wurde dafür nach der Saison 2008/2009 zum wertvollsten Spieler (MVP) gekürt.

Jetzt erwartet den lernwilligen Jungprofi ein Tapetenwechsel der besonderen Art. So ist Bamberg nicht nur die bisher mit Abstand am weitesten von der Heimat entfernte Station in seiner noch jungen Karriere, auch die Ansprüche beim Triple-Double-Gewinner (Bamberg gewann den Pokal und die Deutsche Meisterschaft in dieser Saison je bereits zum dritten Mal in Folge) sind sehr hoch.

Doch wer in der Saison 2011/2012 10,6 Punkte (56,6% FG), 7,1 Rebounds und 0,7 Blocks in 28:13 Minuten pro Begegnung erzielte und mit einer durchschnittlichen Effektivität von 13,8 ist der beste deutsche BBL-Spieler in dieser Kategorie war, dürfte genau der richtige Mann für die Aufgaben in Franken sein.

Henrik Rödl, Head Coach der TBB Trier, hat keine Bedenken, dass sich sein Schützling auch in der Fremde durchsetzen wird: „Es ist verständlich, dass Maik diesen Schritt wagen und sich beim Deutschen Meister beweisen will.“ Dabei hätte Rödl seinen Starting Center gerne noch eine weitere Spielzeit im Trierer Trikot gesehen. „Eigentlich sah unser Plan vor, drei Jahre mit Maik zu arbeiten, bevor er den nächsten Schritt in seiner Karriere geht. Deswegen hatte er auch einen Vertrag über drei Jahre mit uns. Durch eine entsprechende Klausel und nach Zahlung einer Ablösesumme durch die Brose Baskets ist es Maik jetzt möglich, den Verein zu wechseln. Wir werden ihn natürlich vermissen, sind aber auch stolz darauf, zu sehen welche großen Schritte er hier gemacht hat, so dass er überhaupt für solche Vereine infrage kommt.“

Nach den Auszeichnungen zum „MIP“ und zum besten U24-Spieler der Beko BBL ist dieser Wechsel auch eine weitere Auszeichnung für das Programm der TBB Trier. „Leute auf den Weg zu bringen, sie zu fördern, das ist derzeit unser Weg in Trier“, so Rödl. „Maik ist diesen Weg nicht nur gegangen, sondern ihn gesprintet, weshalb er jetzt nach Bamberg wechseln kann.“ (red)

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