Trierer „Bettensteuer“ bringt rund eine Million Euro

24
Foto: dpa-Archiv

TRIER. Die Beherbergungssteuer („Bettensteuer“) hat der Stadt Trier im ersten Jahr Einnahmen von rund einer Million Euro gebracht. Kalkuliert worden war bei der Einführung ursprünglich mit 700.000 bis 800.000 Euro. Nach den jüngsten Berechnungen liegen die Einnahmen für 2018 bei 997.000 Euro und damit deutlich über den Erwartungen.

Das liegt unter anderem daran, dass sich das Tourismusjahr mit Steigerungszahlen von rund 6 Prozent bei den Übernachtungen im Vorjahresvergleich positiv entwickelt hat. Die Einnahmen fließen in den allgemeinen Haushalt der Stadt Trier ein.

Die zum Jahresbeginn 2018 eingeführte Abgabe von 3,5 Prozent wird auf Übernachtungen ohne Nebenkosten wie Frühstück oder Parkplatz erhoben. Besteuert werden damit bis zu sieben Übernachtungen, berufsbedingte Aufenthalte sind befreit. Zahlen müssen die Steuer die Gäste, die in Trier übernachten. Steuerpflichtig sind die Beherbergungsbetriebe, aber auch private Vermieter. Dazu gehören auch Anbieter von Zimmern und Wohnungen, die über Internetplattformen wie Airbnb ihre Räumlichkeiten anbieten. Die Stadtverwaltung geht von rund 230 Anbietern mit circa 300 Wohnungen und Zimmern auf diesen Plattformen aus, von denen bisher 125 gezahlt haben. Dadurch wurden Einnahmen von rund 50.000 Euro erzielt. Auch die fehlenden privaten Vermieter werden von der Stadt noch angeschrieben und veranlagt.

24 KOMMENTARE

  1. Jetzt kommt endlich mal etwas Geld in die Kasse und es ist Ihnen schon wieder nicht Recht. Hauptsache unzufrieden sein!

    Wenn Touristen 3,5 Prozent mehr zahlen müssen, ist das auf jeden Fall keine „Abzocke“, sowieso keine von Bürgern von Trier.

  2. Wofür? Das eingenommene Geld kommt den Bürgern nicht zugute und schmälert die Einnahmen der Vermieter. Verbraten wirds mit Theater und co., Gehältern gutbezahlter Drückerposten in der Verwaltung usw. Beweis: Das Ordnungsamt wurde um soundsoviele Stellen aufgestockt, an der Gesamtsituation geändert hat sich nix.

  3. Das Defizit hat sich zwar in den letzten Jahren veringert , wird aber trotzdem bald die 900 Millionen Grenze überschreiten . Trier gehört Bundesweit zu den 10 meisst- verschuldeten Großstädten !
    Da die Sache mit der Bettensteuer so erfolgreich war und der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt sind , dürfen wir uns sicher demnächst über weitere Steuern freuen. Wie wärs denn mit einer Fenstersteuer , Schornsteinsteuer , Kleintiersteuer , Bürgersteigbenutzungssteuer , Fahrradsteuer ….

  4. Wenn man die im Doppelhaushalt eingeplante Neuverschuldung mit einberechnet, dann werden es Ende 2020 etwa 975 Millionen sein. Die Milliarde schaffen wir dann 2021, spätestens 2022. Und das Eigenkapital (Vermögen abzüglich Schulden) beträgt etwa -100 Millionen. Als Privatperson wäre die Stadt längst insolvent. So aber ist es ja nur das Geld der Bürger und Steuerzahler….

  5. Letztendlich sind wir alle Teil eines grossen Experiments. Was passiert wenn eine Stadt über Jahre von der SPD regiert wird.
    Sehen kann es ein jeder: Verfallendes Strassennetz, Überschuldung, Schlendrian in der Verwaltung, Vermüllung, Verfall der öffentlichen Ordnung, vor allem im Verkehr, Vergammelung des öffentlichen Nahverkehrs usw.

    • Sie scheinen Trier noch nicht lange zu kennen.
      Trier hat erst seit Gut 14 Jahren einen SPD-HVB. Nur in der kurzen Zeit kann halt nicht 50 Jahre Spezelwirtschhaft aufgeholt werden. Seit 2009 wurden ca. 70.Mio.in die Schulen investiert(Schröer hat nur das HGT saniert), im Schnitt jedes Jahr 3 Kitas saniert bzw.neu gebaut.
      Die Sanierungsausgaben für Straßen verdoppelt.
      Das Ordnungsamt um 1/3 aufgestockt, die Berufsfeuerwehr Kräftemäßig mehr als verdoppelt.
      Und der unkündbare VRT-Vertrag stammt ja wohl auch noch aus Schröers Zeiten.

    • Die CDU Stadtführung hat genau so schlecht gewirtschaftet, grosse vollmundige Ankündigungen wurden nie durchgeführt, Moselaufstieg, Nordbrücke , Ostumfahrung die SPD musste mit dem was die CDU hinterlassen hat weitermachen.

  6. Ja was ich noch sagen wollte: Im Prinzip ist Trier wie die Flaschenstadt Kandor. Nur dass selbige in Superman´s Festung der Einsamkeit steht, während wir in Dreyers rotgrünGutmenschenland RLP beheimatet sind. Und so kann an uns munter herumgedoktert werden, um zu sehen was passiert wenn man diese oder jene Fehlentscheidung trifft. Dabei wäre das Ganze so einfach zu vermeiden, es gibt nämlich ein Spiel namens

    SIMCITY

    Mit diesem kann man prima die Auswirkungen politischer Entscheidungen simulieren. Steigt die Kriminalität, z.B. durch, erhh, Zuzug, braucht man mehr Polizeiwachen, brechen Brände aus muss man eine Feuerwehr bauen, nimmt der Individualverkehr überhand muss der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden.
    Selbst Katastrophen lassen sich simulieren:
    Erdbeben (wir sind schliesslich in einem Vulkangebiet): Brände brechen aus, Unruhen, man muss sofort mit dem Wideraufbau beginnen
    und sogar MONSTERANGRIFF: In diesem Szenario pflügt eine Godzillaechse durch die Stadt und macht alles platt. Das ist zwar für Trier nicht so wahrscheinlich, weil Godzilla zuletzt vor der japanischen Küste gesichtet wurde, aber man weiss ja nie. Kommt er doch eines Tages die Mosel raufgeschwommen wäre Trier nicht vorbereitet. Godzilla könnte ungehindert die Porta Nigra umackern, der OB würde sich, vorausschauend wie alle Sozis, mit Dreyer ins sichere Mainz flüchten, die Trierer Frauen im zweitbesten Alter würden kreischend durch die Gegend laufen (Rette mich Karl-Heinz), ein paar mutigen Polizisten, die sich Godzilla entgegenstellen, würde einfach der Kopf abgebissen und es würden sich sicher einige motivierte Mitarbeiter der Trierer Behörden finden, die die Gelegenheit ergriffen, die Stadtkasse „in Sicherheit“ zu bringen hehe.

    • Muhaha, hast meinen Tag gerettet.
      Unsere rotgrüne Regression Richtung venezolanische Zustände in RLP und in ganz DE hat imho zwei Hauptursachen:
      1) Je mehr wir spinnen, um so mehr grenzen wir uns vom Durchschnitt ab, fühlen uns um so mehr MITEINANDER VERBUNDEN und um so mehr überdurchschnittlich stark.
      2) Je länger wir an der Macht sind, um so größeren Blödsinn müssen wir von Tag zu Tag anordnen und befehligen, damit wir unseren MACHTRAUSCH noch so intensiv erleben wie am ersten Tag unserer Macht.

  7. Schon traurig, wie eine Stadt, die jedes Jahr viel Geld ausgibt, um für Touristen attraktiv zu erscheinen, sich im Gegenzug um des schnellen Kleingelds Willen – angesichts der desolaten Finanzsituation ist das nicht mehr – gerade für die eigentlich erwünschten Übernachtungsgäste teurer und unattraktiver macht. Vielleicht kann man das eingenommene Geld ja ins Stadtmarketing stecken 🙂

  8. Entschuldigung Sven Dahmen.
    Autokorrektur.

    Also wäre die Wachstumsrate bei Übernachtungen ohne Bettensteuer zweistellig ausgefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.