Dumme Gaffer, blöde Randalierer

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    Die Dummheit mancher Menschen ist nicht zu begreifen. Wer auf der Baustelle „Bitburger“ sich und andere gefährdet, gehört bestraft. Wer zudem randaliert, gehört noch härter bestraft. Für dumme Gaffer und blöde Randalierer darf es kein Verständnis geben.

    Man mag geteilter Meinung über Sinn oder Unsinn des Großprojektes „Bitburger“ sein. Das ist keine Frage. Die Kritiker konnten sich nicht durchsetzen. Das mögen manche bedauern. Auch keine Frage. Jetzt aber laufen die Arbeiten, und da muss alles dafür getan werden, diese so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen. Erst dann wird sich zeigen, ob die optimistischen Prognosen der Befürworter zutreffen. Die Bilanz wird kommen. Ebenfalls keine Frage.

    Momentan aber geht es darum, das Projekt voranzutreiben, möglichst zügig zu Ende zu bringen. Da sind Phänomene wie der von Tiefbauchef van Bellen angesprochene „Baustellen-Tourismus“ tatsächlich kontraproduktiv. Das ist die eine Seite. Die weitaus schlimmere aber ist, dass jene „Touristen“ nicht nur sich, sondern auch andere gefährden. Wer zum Beispiel auf einer solchen Großbaustelle mit Kindern unterwegs ist, um sich die großen Bagger anzusehen, an dessen Geisteszustand muss ernsthaft gezweifelt werden. So viel Unvernunft gehört bestraft. Anders als über den Geldbeutel ist diesen Leuten nicht beizukommen.

    Das gilt ebenfalls für die Randalierer auf der Bitburger. Wer mutwillig Baustellenschilder demoliert und schwere Sandsäcke auf fremde Grundstücke wirft, wo sich womöglich just in dem Augenblick Menschen aufhalten, gehört gleichfalls bestraft. Simone Kaes-Torchiani sprach von einer „Zeiterscheinung“. Was die Dezernentin meinte, ist der verlorene Respekt vor allem der jüngeren Generation vor fremdem Eigentum. In der modernen „Spaß-Gesellschaft“ ist alles relativ. Frei nach dem dümmlichen Motto: Ich schmeiße mit Sandsäcken, also bin ich!

    Dieses Phänomen ist in den Trierer Alleen zu beobachten, wo leere Alkoholflaschen an den Bäumen zertrümmert werden; es ist in der City zu beobachten, wo pöbelnde Jugendliche umherstreifen – und es ist jetzt sogar auf der Baustelle „Bitburger“ zu beobachten. Die Ursache liegt in der Erziehung durch das Elternhaus. Das beginnt schon im Kleinkindalter. Wenn Kinder lärmend durch ein Restaurant toben dürfen, ohne von den Eltern ermahnt zu werden, ist der erste Schritt in die Respektlosigkeit bereits gemacht. Der Rest ist nur noch Formsache.

    Diese „Zeiterscheinung“ können weder Politik noch Ämter lösen. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Was die „Bitburger“ angeht, können nur die Auswüchse, nicht deren Ursachen bekämpft werden. Eine private Sicherheitsfirma reicht da aber nicht aus. Die Stadt muss hier eng mit der Polizei zusammenarbeiten, und die muss ihre Aufgabe wahrnehmen. Nur so sind die Gaffer und Randalierer in den Griff zu bekommen. Anders leider nicht.

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    1 KOMMENTAR

    1. Könnte es sich bei den Kindern nicht einfach um Kindergartenkinder des FH-Kindergartens handeln? Die müssen schließlich zwangsläufig dort vorbei.

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