Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften rufen zu Warnstreik auf

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst wollen die Gewerkschaften in Rheinland-Pfalz mit Warnstreiks den Druck erhöhen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP), IG BAU und die Bildungsgewerkschaft GEW rufen in Mainz für heute auch zu einer Demonstration mit anschließender Kundgebung auf. Das Motto: «Wir sind mehr wert!». Verdi rechnet mit rund 1000 Teilnehmern, von den Tarifverhandlungen betroffen seien im Land etwa 100 000 bis 150 000 Arbeitnehmer.

Aufgerufen sind unter anderem die Beschäftigten der Ministerien, der Staatskanzlei, der Hochschulen und Schulen, der Autobahnmeistereien, einiger Fachkliniken sowie des Statistischen Landesamts. Der GEW-Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer kündigte an, dass sich auch Beamte solidarisch zeigen und mitdemonstrieren würden. Der Lehrer-Mangel werde sich weiter verschärfen, wenn sich die Einkommensmöglichkeiten gegenüber Berufen in der freien Wirtschaft nicht besser gestalteten.

Die GdP-Landesvorsitzende Sabrina Kunz sagte, es gebe zwar kein Streikrecht für Beamte wie Polizisten. «Sie dürfen sich jedoch in ihrer Freizeit an der Kundgebung beteiligen.» Eine hohe Beteiligung sei für das Ergebnis von entscheidender Bedeutung.

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderung ab, hat aber noch kein eigenes Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats in Potsdam in die dritte Runde.
(dpa)

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