Grippewelle 2018: Krankenstand in Rheinland-Pfalz gestiegen

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Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

RHEINLAND-PFALZ. Wegen der Grippewelle haben Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz 2018 öfter krankheitsbedingt gefehlt als im Jahr zuvor. Der Krankenstand der DAK-Versicherten stieg binnen eines Jahres von 4,3 auf 4,5 Prozent und damit stärker als im Bundesdurchschnitt. Jeder Arbeitnehmer war im Mittel 13 Tage krankgeschrieben – genauso lange wie 2017, berichtete DAK-Sprecher Claus Uebel in Mainz. «Vor allem die starke Grippewelle zu Beginn des Jahres machte den Menschen im Land zu schaffen.»

Für die DAK-Analyse wurden die Daten aller ihrer rund 155 000 erwerbstätigen Mitglieder ausgewertet. Die Techniker Krankenkasse hatte kürzlich ebenfalls mehr Fehltage wegen Grippe gemeldet.

Die Zahl der Fehltage aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen wie grippalen Infekten oder Bronchitis stieg innerhalb eines Jahres um rund elf Prozent und sei damit landesweit der zweithäufigste Grund für einen Fehltag gewesen, sagte Uebel. Am häufigsten fielen die Beschäftigten aber erneut wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen aus. Sie machten mehr als ein Fünftel am Krankenstand aus. Psychische Erkrankungen wie etwa Depressionen gingen um rund sieben Prozent zurück und landeten auf Platz drei.

Die erwerbstätigen Mitglieder der Techniker Krankenkasse (TK) blieben 2018 durchschnittlich 16 Tage zu Hause – 1,7 Prozent länger als 2017. Im Februar vergangenen Jahres hätten sich so viele Erwerbstätige wegen Atemwegsinfekten krankgemeldet wie seit zehn Jahren nicht mehr, hatte die TK berichtet. Hauptursache mit durchschnittlich knapp drei Fehltagen waren aber auch bei der TK Muskel-Skelett-Erkrankungen. Fast genauso oft blieben Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen zu Hause. (dpa)

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