Nächste Heimniederlage – RÖMERSTROM Gladiators verpassen Befreiungsschlag

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Foto: Photogroove / Simon Engelbert

TRIER. Es hätte ein schöner Abend werden können, doch am Ende konnten sich die RÖMERSTROM Gladiators Trier nicht gegen die Nürnberg Falcons durchsetzen. Die Franken gewannen nämlich am Samstagabend in der Arena Trier mit 86:70. Damit rutschen die Gladiatoren aus den Playoff-Plätzen heraus.

Nach drei Minuten war die Welt noch in Ordnung. Grade hatte Jermaine Bucknor mit einem krachenden Dunk einen 10:0-Lauf abgeschlossen und Gästecoach Ralph Junge musste seine erste Auszeit ziehen. Doch am Ende jubelten nicht die Trierer, sondern die in schwarz gekleideten Nürnberger über ihren Auswärtssieg. Was war in der Zwischenzeit passiert?

Trier begann forsch und zeigte offensiv tollen Basketball. Zweimal konnten sie aus der Distanz treffen und stellten so schnell auf 8:0. Dann fasste sich Jermaine Bucknor ein Herz und dunkte den Ball in seiner unnachahmlichen Art in den gegnerischen Korb. Die Arena jubelte, die Gladiatoren klatschten sich ab. Doch die Auszeit von Coach Junge wirkte. Plötzlich war Nürnberg drin im Spiel. Der Ball lief jetzt besser und auch die Verteidigung der Falken stand jetzt sicherer. Im Gegenzug begannen die Gladiatoren zu wackeln. Weg war die Leichtigkeit der ersten Minuten, stattdessen versuchten es die Trierer nun mit der Brechstange. Vor allem Johannes Joos und Till Gloger wollten den Korberfolg erzwingen, scheiterten doch ein ums andere Mal am Ring oder einer gegnerischen Hand. Das erste Viertel war jetzt ausgeglichen. Auch weil bei Nürnberg Talent Nils Haßfurther das Herz in die Hand nahm und sein Team mit 12 Punkten und diversen Assists an die Gastgeber heranführte. Mit 21:21 ging es ins zweite Viertel.

Im zweiten Spielabschnitt entglitt den RÖMERSTROM Gladiators das Spiel dann völlig. Während der gegnerische Korb wie vernagelt schien und auch der ein oder andere Pass nicht mehr beim eigenen Mann ankam, war Nürnberg in die Offensive sehr effizient. Das Inside-Spiel auf Routinier Robert Oehle funktionierte nun, aber auch von draußen traf das Team von Head Coach Junge regelmäßig. Die Moselstädter zeigten hingegen Unsicherheiten offensiv und defensiv und ließen zu, dass die Franken an ihnen vorbeizogen. Mit einem zehn Punkte-Vorsprung für Nürnberg ging es in die Pause – 35:45 aus Trierer Sicht.

Auch nach der Halbzeit wurde es nicht besser. Trier versuchte, arbeitete, rannte an, blieb jedoch glück- und erfolglos. Defensiv fehlte der letzte Biss, um das extrem effiziente Spiel der Nürnberger zu unterbinden. Immer wieder reichten einfache Pässe und gute Ballstaffetten um den freien Mann zu finden. Nur einmal schafften die Gladiatoren einen kurzen Moment die Falken offensiv vor Probleme zu stellen, nämlich als sie auf eine Zonenverteidigung umstellten. Doch auch das half schlussendlich nichts. Das Team von Head Coach Christian Held ließ weiterhin zu viele Treffer aus der Distanz zu – vor allem Marcell Pongo und Jackson Kent liefen in dieser Phase heiß. Grade weil sich der Rückstand auch vor dem letzten Spielabschnitt nicht verringerte, hatten die Fans in der Arena Trier wenig Hoffnung, dass das Spiel sich noch zugunsten des Heimteams drehen könnte. Mit einem 51:63 ging es ins letzte Viertel.

Und da gaben die Gladiatoren sich endgültig geschlagen. Zu einfach überließen sie dem Gegner die Rebounds. Zwar versuchten sie grade offensiv nochmal mit diversen Distanzschüssen den Abstand zu verringern, doch die Bälle sprangen reihenweise wieder aus der Reuse wieder heraus. Nürnberg musste seinerseits nicht viel tun, um den Vorsprung zu verwalten. Grade auch, weil selbst die Circus Shots ihr Ziel fanden. So traf Marcell Pongo sehenswert einen Dreier mit Ablauf der Shotclock von ganz weit draußen und vernichtete so die Trierer Bemühungen heran zu kommen endgültig (53:66). Am Ende stand eine verdiente 70:86-Niederlage gegen die Nürnberg Falcons die nun im Kampf um die Playoff-Plätze an den RÖMERSTROM Gladiators Trier vorbei gezogen sind. Einziger Lichtblick an einem unglücklichen Abend: Der langzeitverletzte Guard Kyle Dranginis konnte für einen Kurzeinsatz wieder zurück aufs Parkett und wird den RÖMERSTROM Gladiators nun wieder zur Verfügung stehen.

Die Situation ist also angespannt. Und auch das nächste Auswärtsspiel wird kein einfaches. Dann nämlich trifft das Team von Head Coach Christian Held auf Schalke 04. In zwei Wochen, am 01. März empfangen die Moselstädter dann die Kirchheim Knights. Tickets für dieses Spiel gibt es bereits bei allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen, online unter www.römerstrom-gladiators.de/tickets und in der Geschäftsstelle der Gladiatoren zu den regulären Öffnungszeiten.

Stimme

Christian Held: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, weil wir erneut extrem viel investiert haben. Die Jungs wollten es unbedingt besser machen, vielleicht sogar zu sehr. Wir müssen jetzt hart weiterarbeiten. Es hilft nichts den Kopf in den Sand zu stecken und sich zu bemitleiden.“

Statistiken

Kelvin Lewis (20), Kyle Dranginis, Kevin Smit (3), Jermaine Bucknor (12), Rupert Hennen (4), Simon Schmitz (3), Thomas Grün (4), Stefan Ilzhöfer, Till Gloger (8), Johannes Joos (16).

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