Auswärtsniederlage zum Auftakt – Abstiegszone rückt näher

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TRIER. Der Jahresauftakt für Eintracht Trier in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar endete mit einer Niederlage: Am Samstagnachmittag unterlagen die Blau-Schwarz-Weißen von der Mosel auswärts dem FV 07 Diefflen mit 0:1 (0:1). Spielerisch konnte die Elf von Trainer Josef Cinar dabei nur insgesamt rund zwanzig Minuten wirklich mithalten – zu wenig gegen clever auftretende Gastgeber aus dem Saarland.

Das Dienstjahr 2019, es startete heute also endlich – und das bei bestem Fußballwetter im Dillinger Ortsteil Diefflen mit einigen Veränderungen im Kader von Cheftrainer Josef Cinar: der aufgrund guter Auftritte in der Wintervorbereitung aus der U19 hochgerückte Lucas Coopmans durfte gleich von Beginn an ran, der belgische Neuzugang Jason Kaluanga nahm hingegen auf der Bank Platz. Doch auch bei den Gastgebern einige Veränderungen in der Stammformation: insbesondere der gefährliche Fabian Poß, kongenialer Sturmpartner von Kapitän Chris-Peter Haase, stand wegen einer Gelb-Rot-Sperre nicht im Kader.

Doch es sollte zunächst noch jemand anderes sein, der der Partie seinen Stempel aufdrücken sollte: der wendige Japaner Shunturo Kawabe, ebenfalls neu im Team der Saarländer, stellte in den ersten Minuten durch seine Spritzigkeit die Eintracht-Defensive vor die ein oder andere gedankliche Aufgabe – doch nach etwa zehn Minuten hatte sich der Defensivverbund, heute mit Simon Maurer und Godmer Mabouba in der Innenverteidigung, (Kevin Kling lief im defensiven Mittelfeld auf) auf die Offensive der Heimelf eingestellt. Die Eintracht in der Folge mit der aus ihrer Sicht besten Phase in der ersten Halbzeit in den folgenden fünfzehn Minuten: ein Freistoß von Dominik Kinscher landete beim mit aufgerückten Godmer Mabouba, dessen Direktabnahme am Außenpfosten abprallte (11.). Knappe zehn Minuten später war es wieder Dominik Kinscher, der eine gefährliche Situation initiierte: Kinschers abgefälschter Schuss landete bei Torjäger Jan Brandscheid, der an Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer scheiterte (21.).

Gerade, als sich beide Seiten eine Auszeit zu nehmen schienen, schlug der FV Diefflen eiskalt zu: Michael Fritsch konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen, passte flach und scharf in den Strafraum der Eintracht, wo Chris-Peter Haase nur noch einschieben musste (28.) – Denis Wieszolek im SVE-Tor war ohne Chance, das 1:0 für die Saarländer zu verhindern. Dass es zum Pausentee nicht noch schlimmer wurde, lag vor allem an der Reaktionsschnelligkeit des Mannes zwischen den Pfosten der Blau-Schwarz-Weißen: Nachdem Godmer Mabouba das Leder im Sechzehner an die Hand sprang, scheiterte Diefflens Michael Fritsch trotz eines satten Abschlusses mit seinem Elfer am toll reagierenden Eintracht-Keeper. Wieszolek war dann auch beim Nachschuss zur Stelle: Fatih Günes scheiterte aus mehr als aussichtsreicher Position am SVE-Schlussmann (38.).

Josef Cinar musste reagieren – und brachte Luca Sasso-Sant und Tim Garnier für den gelb-rot-gefährdeten Lucas Coopmanns sowie für Kevin Kling, um für etwas mehr offensiven Zug im Spiel der Blau-Schwarz-Weißen zu sorgen. Gedanken, die sich beinahe unmittelbar nach Wiederanpfiff gelohnt zu haben schienen: Luca Sasso-Sant war plötzlich frei durch und eilte auf Enver Marina zu. Doch der Abschluss des Angreifers landete Zentimeter neben dem linken Torpfosten (47.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte war die Eintracht nun deutlich schwungvoller – auch, weil die Art des Spielsystems sich leicht veränderte: immer wieder wurden lange Bälle auf Sasso-Sant und Garnier geschlagen, um die Abwehrreihen der Saarländer zu überwinden. Doch nach einer knappen Stunde sollte sich das Kräftegleichgewicht wieder verändern: die Heim-Elf blieb gefährlich, insbesondere als Thomas Hofer einen langen Ball auf Haase schlug, der abermals Kevin Wieszolek testete (60.). Maximilian Kolodziej scheiterte nur einige Minuten später freistehend vor dem Tor des SVE (64.). Danach tat sich nicht mehr viel: die Eintracht zwar ab und an gefährlich im Spiel nach vorne (Schussversuch von Christoph Anton, abgeblockt von Hessedenz, 76.), doch unter dem Strich fehlte nach wie vor die Durchschlagskraft. Die Hausherren hingegen standen tiefer als noch in den ersten fünfundvierzig Minuten und setzten nur noch vereinzelte Nadelstiche (Freistoß von Kevin Folz segelte nur knapp am Tor der Eintracht vorbei, 86.) – eine Taktik, die unter dem Strich aufgehen sollte, denn am Ergebnis von 1:0 für die Saarländer sollte sich nichts mehr verändern. Das Team von Chefcoach Josef Cinar hatte über die gesamten 90 Minuten nie wirklich ins Spiel gefunden.

Die Eintracht ist nun am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz gefordert, um den Null-Punkte-Start ins neue Jahr vergessen zu machen.

Statistik:

Tore: 1:0 Haase (28.)

Eintracht Trier: Wieszolek – Erhardt, Maurer, Mabouba, Heinz – Kling (46. Garnier), Roth, Coopmans (46. Sasso-Sant), Anton – Kinscher (75. Kahyaoglu), Brandscheid.

FV 07 Diefflen: Marina – Günes, Hofer, Hessedenz, Small – Kawabe (ab 75. Peifer), Folz, Fritsch, Kolodziej (ab 90. Ali), Taghzoute – Haase.

Besonderes Vorkommnis: Wieszolek hält Handelfmeter von Fritsch (38.).

Zuschauer: 520

Schiedsrichter: Jan-Erik Breuer

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