Kinderporno-Prozess: Ehemaliger Erzieher legt Geständnis ab

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Symbolbild // dpa

ST.INGBERT. Im Prozess um den Besitz von Kinderpornos hat ein ehemaliger Erzieher einer Kindertagesstätte in der Westpfalz ein umfassendes Geständnis abgelegt. «Es tut mir alles ganz furchtbar leid. Ich habe einen Riesenfehler gemacht», sagte der 49-Jährige am Mittwoch vor dem Amtsgericht St. Ingbert. «So etwas wird mir nie wieder passieren.» Er wisse selber nicht mehr, warum er sich so etwas angeschaut habe.

Der Mann steht vor Gericht, weil er auf einer Speicherkarte und einem Laptop insgesamt gut zwei Dutzend Filmdateien gespeichert haben soll, die den sexuellen und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Die missbrauchten Kinder seien zwischen «höchsten vier» bis elf Jahre alt gewesen, sagte Staatsanwalt Markus Kehl.

Der Erzieher war Anfang vergangenen Jahres aufgeflogen, nachdem seine Speicherkarte mit kinderpornografischen Material in der Kita in Bruchmühlbach-Miesau gefunden wurde. Zu der Einrichtung gab es keinen Bezug: Auf dortigen Rechnern fanden die Ermittler keine kinderpornografischen Dateien. Auch zeigte das Bildmaterial keine Jungen und Mädchen der Kita.

Der Mann durfte nach dem Fund der Speicherkarte nicht mehr in der Einrichtung arbeiten. Der Prozess findet im Saarland statt, weil der Ort der Tat – das Herunterladen der Bilder aus dem Internet – an seinem Wohnort im saarländischen Homburg gewesen sein soll. Der Fall hatte in der Kita im Januar 2018 für Aufregung gesorgt.

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