Mutmaßliche Sprengstoffdiebe in Haft: weitere Festnahme

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Polizisten steigen in ein Dienstfahrzeug in der Nähe des Mehrfamilienhauses, in dem Sprengstoff gefunden wurde. Foto: Harald Tittel

IGEL/TRIER. Nach einem größeren Sprengstoffdiebstahl in einem Betrieb in der Region Trier sitzen drei Männer in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen sollen an dem Einbruch Ende 2018 beteiligt gewesen sein, bei dem 50 Kilo Sprengstoff, Zündverstärker und sprengfähige Substanzen gestohlen wurden, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Trier am Freitag mitteilten.

Gegen den Dritten sei Haftbefehl wegen eines früheren Einbruchs in die Firma Anfang 2018 ergangen. Die Männer sind zwischen 19 bis 24 Jahre alt.

Im Zuge der Ermittlungen sei zudem ein vierter Tatverdächtiger in Konstanz festgenommen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Es handele sich um einen 21 Jahre alten Deutschen mit Wohnsitz in Luxemburg. In einer Wohnung im luxemburgischen Grevenmacher wurden ein weiteres Kilo Sprengstoff, ein Zünder sowie 1000 Meter Zündschnur sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Luxemburg mitteilte. Eine Gefahr für Anwohner habe nicht bestanden. Die Hauptmenge der Substanzen war am Mittwochabend im Keller eines Wohnhauses in der Ortschaft Igel bei Trier entdeckt worden.

Was die Verdächtigen – Luxemburger und Deutsche – mit dem Sprengstoff vorhatten, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Trierer Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Man habe Datenträger gesichert, die noch ausgewertet werden müssten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Männer einen Anschlag oder ähnliches planten. Politische und religiöse Motive würden ausgeschlossen. Bei dem explosiven Material habe es sich vor allem um «Sprengstangen» gehandelt, die vornehmlich für gewerbliche Sprengungen genutzt würden. Auch von der Generalstaatsanwaltschaft Luxemburg hieß es, Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund seien keine gefunden worden.

4 KOMMENTARE

  1. Wenn es Neo-Nazis gewesen wären, hätten wir es längst gemeldet bekommen. Wenn über derart heftige Vorfälle in den Medien so laut geschwiegen wird, waren es oft Neubürger, aber im hier vorliegenden Fall waren es ja Deutsche und Luxemburger.

    Da bleibt nur eine militante Gruppe übrig, welche im passenden Alter ist und international vernetzt ist: Die „antifaschistische Aktion“, kurz ANTIFA.

  2. Ach was, das waren Freunde des Kapitalismus, die endlich mal wieder im guten alten Wild West Stil eine Bank sprengen wollten!

  3. Ich frage mich diesbezüglich wie es überhaupt möglich ist Sprengstoff in einem Betrieb zu stehlen ?
    Bei solchem Sprengmaterial sollte man davon ausgehen können daß es gesichert , verschlossen gelagert wird und bei einem simplen Einbruch nicht mal eben mitgenommen werden kann .
    Garnicht auszudenken was Terroristen oder Miltante Gruppen damit hätten anstellen können .

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