Baumaßnahmen am Knotenpunkt: Wichtige Stadteinfahrt wird zum Engpass

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Das beschädigte Widerlager der Autobahnbrücke (rote Markierung), das bis Ende 2020 in zwei Etappen neu errichtet wird, befindet sich am Übergang der A 602 in die Zurmaiener Straße. Foto: Digitale Orthophotos 2018, © Stadt Trier, Amt für Bodenmanagement und Geoinformation

Eine der wichtigsten Stadteinfahrten wird zum Engpass: Ein Widerlager der Autobahnbrücke am Verteilerkreis Nord ist stark beschädigt und muss erneuert werden. Ab Mitte Mai steht für ein halbes Jahr in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur eine Spur zur Verfügung. 2020 wiederholt sich das Spiel.

Markus Gerhards, Ingenieurbauleiter im Autobahnamt Montabaur, und Sebastian Hofherr vom Fachbüro R+T erläuterten das Bauprojekt und die geplante Verkehrsführung im Baudezernatsausschuss. Das westliche Widerlager der Brücke weist starke Feuchtigkeitsschäden mit mehreren Rissen und Löchern im Beton auf. „Die langfristige Standsicherheit ist nicht mehr gegeben, sodass wir das Widerlager neu errichten müssen“, sagte Gerhards. Die gute Nachricht ist, dass die 450 Meter lange Brücke aus zwei getrennten Bauwerken besteht, sodass sie nicht komplett gesperrt werden muss.

Das Widerlager wird in zwei Etappen erneuert. Dazu wird zunächst die stadteinwärts führende Fahrbahn gesperrt, während der Verkehr in beiden Richtungen einspurig auf der anderen Fahrbahn fließt. Auf beiden Seiten der Baustelle ist eine 300 Meter lange Verflechtungszone geplant, in der die Fahrzeuge per Reißverschluss-Verfahren in die verbleibende Fahrspur einfädeln sollen. Ein Rückstau wird sich zu den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs an dieser Stelle kaum vermeiden lassen. Sebastian Hofherr prognostiziert: „Besonders morgens zwischen 7 und 8 Uhr müssen Verkehrsteilnehmer, die auf der A 602 stadteinwärts fahren, mit längeren Wartezeiten rechnen.“

Das Büro R+T war vom Autobahnamt beauftragt worden, auf Basis einer Verkehrszählung am Knotenpunkt Zurmaiener Straße / Verteilerkreis / A 602 die günstigste Verkehrsführung während der Bauarbeiten zu ermitteln. Als eine Variante war die Umleitung des stadteinwärts fließenden Verkehrs auf die zweispurige Autobahnabfahrt zum Verteilerkreis geprüft worden. Dieser Bypass der Baustelle würde aber, so Hofherr, im Berufsverkehr schnell an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Denn auch ohne Baustelle verlässt ein großer Teil der Autos die Autobahn bereits vor der Brücke in Richtung Verteilerkreis. Diese Aufteilung des Verkehrs soll auch während der Bauarbeiten beibehalten werden.

Der Baubeginn ist für Mitte Mai geplant, Mitte November soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Nach der Winterpause folgt ab dem Frühjahr 2020 die Erneuerung des zweiten Teils des Widerlagers. Dann wird die stadtauswärts führende Fahrbahn gesperrt. Außerdem stehen die Erneuerung der Fahrbahnen und Ausbesserungsarbeiten am Widerlager auf der östlichen Seite auf dem Programm. Im November 2020 sind die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen.

Aufgrund der dringenden Brückenerneuerung am Verteilerkreis wird die schon länger geplante Sanierung der Moselbrücke bei Ehrang verschoben. Markus Gerhards versichert: „Es wird zwischen diesen beiden Maßnahmen keine Terminkollision geben.“

(Ralph Kießling – Rathaus-Zeitung)

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