Ermittlungen nach Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch

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Foto: Franziska Kraufman / dpa-Archiv

WINNWEILER. Ein bei einem Polizeieinsatz in Winnweiler (Donnersbergkreis) von drei Schüssen getroffener Mann befindet sich den Behörden zufolge nicht in Lebensgefahr. Der 51-Jährige werde im Westpfalzklinikum gepflegt, sein Zustand sei stabil, teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit.

Ein Polizist hatte den Mann mit zwei Schüssen in den Oberkörper und einem Streifschuss am rechten Unterarm schwer verletzt. Der 51-Jährige hatte zuvor bei dem Einsatz am Sonntagabend mit einer Schusswaffe gedroht, erklärten die Ermittler.

Die Streife war aufgrund von Familienstreitigkeiten nach Winnweiler entsandt worden. Dort wollten die Einsatzkräfte dem Beschuldigten eine sogenannte Verfügung gemäß dem Gewaltschutzgesetz aussprechen – er war in der Vergangenheit gegenüber Ehefrau und Sohn gewalttätig gewesen. Der Mann habe aber plötzlich mit einer Pistole auf einen der Polizisten gezielt, hieß es. Als er auf Warnungen nicht reagierte, setzte der bedrohte Beamte seine Dienstwaffe ein.

Gegen den Beschuldigten, der seinen Angehörigen zufolge an psychischen Erkrankungen leidet, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Dies auch wegen weiterer Schusswaffen, die im Keller gefunden wurden.

Gegen den 26-jährigen Polizisten, der die Schüsse auf den Beschuldigten abgegeben hat, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags und wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet. Insbesondere soll geklärt werden, ob er in Notwehr gehandelt hat. «Wir prüfen das routinemäßig, um allen möglichen Spekulationen vorzubeugen», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern.

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