Besonderes Wohnprojekt: Studentin zieht in Trierer Seniorenheim

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Nicole Caspers (l-r, kaufm‰nnische Leiterin), Studentin Anne Bourgmeyer und Andrea Cremer (Gesch‰ftsf¸hrerin) stehen in der B¸cherei einer Seniorenresidenz in Trier, die die Studentin demn‰chst neu gestalten will. Foto: Harald Tittel/Archiv

TRIER. Studentin Anne Bourgmeyer ist in Trier gerade in eine Seniorenresidenz gezogen. Sie wohnt mietfrei – dafür, dass sie 35 Stunden im Monat mit den Bewohnern Zeit verbringt. «Ich finde das einfach toll», sagt die 21-jährige Luxemburgerin. «Von alten Menschen lernt man so viel.» Neben Spielen, Reden, Spazierengehen plant sie gemeinsame Kochabende und eine Seniorendisco.

Mit dem besonderen WG-Wohnprojekt will die Residenz «Leben ins Haus» bringen, sagt Geschäftsführerin Andrea Cremer. Und zwar im «ganz natürlichen Miteinander» – neben dem normalen Programm, das es gebe. Ab Anfang Februar sollen drei weitere Studierende im Haus einziehen. Nach der Recherche von Cremer ist die Trierer WG in ihrer Form in Deutschland die erste. Die Idee dazu stamme aus den Niederlanden.

Das Programm sei auch gegen Einsamkeit gedacht, fügt die kaufmännische Leiterin Nicole Caspers hinzu. «Viele Bewohner, die hier einziehen, werden entwurzelt. Sie müssen hier neu Fuß fassen.» Sie könnten sich in der Residenz zwar persönlich einrichten, seien aber oft alleine.

Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, ist vom Ansatz des Projektes begeistert. «Der Kontakt mit jungen Leuten ist für ältere Menschen extrem wichtig.»

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