Hilfe für hunderte Kinder mit Paketen aus der Region: Johanniter-Weihnachtstrucker zurück

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Fotos: Johanniter Unfall-Hilfe e.V. Trier-Mosel

TRIER/REGION. Die Johanniter-Weihnachtstrucker sind von ihrer großen Fahrt zurück. Alle im Regionalverband Trier-Mosel gespendeten Carepakete mit Grundversorgungsgütern unterstützen jetzt bedürftige Familien in der nord-rumänischen Stadt Bistrita.

Bewegte Tage und fast 17.000 gefahrene Kilometer liegen hinter den rund 140 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker am 26. Dezember 2018 auf den Weg nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, nach Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder zurück in der Heimat. Die Ladeflächen sind leer, aber die Herzen und Köpfe der Teilnehmer sind voll von berührenden Begegnungen und unvergesslichen Erfahrungen. Alle 664 Pakete, die von den Johannitern im Regionalverband Trier-Mosel gesammelt wurden, haben ihre Zielfamilien über eine Schule in Bistrita (Nord-Rumänien) gefunden.

44 LKW mit 88 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am zweiten Weihnachtsfeiertag Richtung Südosteuropa aufgebrochen.

In den Zielregionen wurden die mit 56.172 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. „Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Alexander Kraus, der den Konvoi nach Bistrita in Nord-Rumänien begleitete, wo die Pakete aus Trier hingereist sind. Auch ganze Familien oder alte Leute waren, teils mit Pferdefuhrwerken zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen.

„Wir haben wie jedes Jahr alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger übergeben“, ergänzt Alexander Kraus: „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen.“ Konkrete Dörfer und Schulen werden im Zielland Rumänien vom Partnerverein, Tasuleasa Social, ausgewählt. Durch gute Ortskenntnis weiß der Verein, der sich aus einer Johanniter-Initiative heraus gegründet hat, wo die Not am größten ist.

Insgesamt fast 2.500 Paketen hatte allein der Konvoi von Kraus geladen – darauf auch alle 664 Pakete, die Einzelspender, Schulklassen, Vereins- und Firmengruppen von Morbach und Hermeskeil bis Wittlich und Bitburg, Saarburg und Konz zum Sammelpunkt der Johanniter in Trier gegeben hatten. Alle Pakete aus unserer Region sind in der nord-rumänischen Stadt Bisitra an Schulen verteilt worden, wobei mit vorab erstellten Listen bedürftige Familien erreicht wurden.

„Manche der Kinder kommen in Badeschlappen und für die kalte Jahreszeit viel zu dünner Kleidung, andere sind mit ihren besten Anziehsachen herausgeputzt“, schildert Kraus seine Eindrücke. „Viele zeigen ihre Aufregung und Freude ganz offen, lachen uns an, schenken uns selbst gemalte Bilder und sprechen mit uns – dabei sind auf beiden Seiten Hände und Füße im Einsatz“, schmunzelt er. „Andere sind uns gegenüber eher scheu, aber sobald sie mit dem Paket in den Armen wieder zu ihren wartenden Familien gehen, strahlen sie von einem Ohr zum anderen“ Eins ist wichtig, da sind sich alle Beteiligten einig: „Die Menschen fühlen sich in ihrer schwierigen Lebenssituation gesehen und merken, dass wir daran Anteil nehmen und sie nicht im Stich lassen. Wir danken den vielen Mitpackern aus unserer Region, die uns geholfen haben, diese Zeichen der Hoffnung bis nach Rumänien zu senden“, sagt der Trierer Johanniter-Regionalvorstand Daniel Bialas.

Alle Weihnachtstrucker-Pakete aus unserer Region haben die Johanniter an Schulen im nord-rumänischen Bistrita ausgegeben. Teilweise viele Stunden warteten die Kinder mit ihren Verwandten bis ihre Namen von den Verteillisten aufgerufen wurden. Mit Handwägen, Schlitten und sogar Pferdekutschen fanden die in Trier gesammelten Pakete zur Überwinterungshilfe dann den Weg zu den Familien.

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