Überfall auf Shisha-Bar: Prozess gegen 14 Männer vertagt

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Symbolbild. Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ. Der Koblenzer Prozess wegen eines brutalen Überfalls auf eine Shisha-Bar in der Rhein-Mosel-Stadt vor einem Jahr ist wegen eines fehlenden Angeklagten vertagt worden.

Die Anklage soll nun erst an diesem Donnerstag (10. Januar) verlesen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft den 14 jungen Angeklagten unter anderem besonders schweren Landfriedensbruch und gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung vor.

In einer ersten Unterbrechung beim Prozessbeginn am Montag versuchte das Landgericht erfolglos, den fehlenden Angeklagten mit der Polizei zu Hause ausfindig zu machen. Erst danach sagte ein Mitangeklagter, er wisse, wo der Gesuchte arbeite. Doch auch der Versuch, den Angeklagten dort anzutreffen, scheiterte. Erst anschließend gaben mehrere Angeklagte die Telefonnummern der Freundin und einer der Schwestern des Mannes preis. Auch danach hatte der Vorsitzende Richter zuvor mehrmals vergeblich gefragt. Der neue Kontaktversuch blieb ebenfalls erfolglos – und der Angeklagte verschwunden.

Laut Staatsanwaltschaft hatten sich die 14 Männer vor der Tat am 3. Januar 2018 getroffen und waren maskiert und mit Schlagwerkzeugen bewaffnet zu der Shisha-Bar gegangen. Fünf mutmaßliche Täter sollen in die Bar eingedrungen sein und dort auf zwei Männer eingeschlagen haben. Ein weiterer Angeklagter habe eines der beiden Opfer mit einem Messer schwer verletzt.

Die Männer aus Deutschland, Syrien, der Türkei, Afghanistan und dem Irak teilten sich laut Anklage auf. Sieben von ihnen sollen den Überfall von außen abgesichert und mit ihren Schlagwerkzeugen auf Fassade und Fenster eingeschlagen haben. Ein weiterer Angeklagter soll die Tat mit seinem Handy gefilmt haben.

2 KOMMENTARE

  1. Gabs früher auch schon…
    Vor drei Jahren hätte man solche Zustände für unmöglich gehalten, wartet mal noch drei weitere Jahre…

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