Missbrauch in Finnland: Verdächtiger im Saarland festgenommen

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Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN/HELSINKI. Es geht um abscheuliche Taten über Monate hinweg: Bei den Ermittlungen zu Vergewaltigungen und Missbrauchstaten an minderjährigen Mädchen in Finnland ist ein Verdächtiger in Saarbrücken verhaftet worden. Wie die Polizei der finnischen Stadt Oulu am Donnerstag mitteilte, wurde der Mann am Mittwochabend in Gewahrsam genommen.

Nach Angaben des finnischen Rundfunks Yle soll er zu einer Gruppe von acht Männern gehören, gegen die Untersuchungen wegen sexueller Vergehen an einer Minderjährigen laufen. Er soll demnach Ende Januar nach Finnland ausgeliefert werden.

Auch die Bundespolizei im Saarland bestätigte die Festnahme. Der 26-jährige Iraker sei mit europäischem Haftbefehl gesucht worden und im ICE von Paris nach Mannheim wegen fehlender Einreisedokumente aufgefallen. Ihm werde vorgeworfen, in Oulu in mehreren Fällen über einen längeren Zeitraum eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben.

Der Mann war dem finnischen Medienbericht zufolge bereits im Dezember in Deutschland in Gewahrsam genommen worden, dann aber wieder auf freien Fuß gekommen, bevor er nach Finnland gebracht werden konnte. Die Polizei habe darauf einen internationalen Haftbefehl erlassen.

Auf ihrer Webseite hatte die Polizei in Oulu Anfang Dezember junge Mädchen und ihre Eltern vor sexuellen Annäherungen über die sozialen Medien gewarnt. In letzter Zeit hätten ausländische Männer mit schlechten Finnisch-Kenntnissen versucht, online Kontakt zu minderjährigen Mädchen in der Region Oulu aufzubauen, hieß es. Einige dieser Kontakte hätten zu dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch geführt.

Laut einem früheren finnischen Rundfunkbericht vom Dezember wird gegen zwei weitere Männer ermittelt, gegen einen wegen schwerer Vergewaltigung, gegen den anderen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Alle Opfer waren demnach jünger als 15 Jahre.

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