Dreiste Abzocke: Schlüsseldienst verlangt gut 1000 Euro mehr als vereinbart

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Foto: Holger Hollemann / dpa-Archiv

FRANKENTHAL. Ein Schlüsseldienst hat von einer Frau in Frankenthal gut 1000 Euro mehr als angekündigt kassiert. Der 45-Jährigen war am vierten Adventssonntag (23. Dezember) ihr Wohnungsschlüssel im Türzylinder abgebrochen, wie die Polizei erst am Samstag mitteilte.

Über ein Internetportal fand die Frau einen Schlüsseldienst, rief ihn an und bekam Kosten von 200 bis 400 Euro in Aussicht gestellt. Kurz darauf erschien ein Mann, tauschte den Türzylinder aus – und forderte 1493 Euro. Die Frau zahlte diese Summe an Ort und Stelle.

Ein Polizeisprecher sagte, bei offensichtlichem Verdacht auf Betrug bei Schlüsseldiensten komme es zu Ermittlungen. Die Polizei riet, bei Notfällen wie in Wohnungen alleine eingesperrten kleinen Kindern die Feuerwehr zu rufen. Bei der Verständigung eines Schlüsseldienstes sollten die Kosten für Anfahrt und Türöffnung vorab geklärt werden: «Verweigert man Ihnen die Auskunft, wenden Sie sich an einen anderen Anbieter!»

Auch in Mainz hatte kürzlich ein Schlüsseldienst eine aus ihrer Wohnung ausgeschlossene Frau kräftig abkassiert: Laut Polizei zahlte die 27-Jährige einem Mitarbeiter 700 Euro für exakt eine Minute Arbeit. Vereinbart gewesen waren zuvor 250 Euro. Die Polizei begann zu ermitteln.

Laut einer Studie der Verbraucherzentralen aus dem Jahr 2017 kostet in Rheinland-Pfalz die Öffnung einer Tür an Werktagen im Durchschnitt 83,61 Euro, nachts und an Sonn- und Feiertagen 136,92 Euro.

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