Einem Jahr nach schrecklicher Bluttat – Kandel gedenkt erstochener Mia

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Zwei Handflächen und eine Rose liegen in Kandel (Rheinland-Pfalz).

Bildquelle: Foto: Andreas Arnold/Archiv (dpa)

KANDEL. Ein Jahr nach dem tödlichen Messerangriff auf die 15-jährige Mia in Kandel gedenkt der Ort in der Südpfalz heute der Tragödie vom 27. Dezember 2017. Die evangelische Gemeinde hat die Bürger zum stillen Gedenken in der St. Georgskirche aufgerufen (15.00 Uhr bis 17.00 Uhr).

Vorgesehen sind das Entzünden von Kerzen und keine Reden. Am Jahrestag sollte die Kommune die Chance haben, zur Ruhe zu kommen, sagte Bürgermeister Volker Poß.

Hingegen wollen Demonstranten bei einer Kundgebung im Ort unter anderem gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren (17.30 Uhr bis 19.30 Uhr). Angemeldet sind etwa 200 Teilnehmer. Auch etwa 200 Sicherheitskräfte werden erwartet. In den vergangenen Monaten hatten rechte und linke Gruppen wiederholt in Kandel demonstriert. Viele Bürger der Verbandsgemeinde werfen vor allem dem rechten Lager vor, das Verbrechen politisch zu instrumentalisieren.

Das Landgericht Landau hatte den Angeklagten Abdul D. im September wegen Mordes und Körperverletzung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der wohl aus Afghanistan stammende Flüchtling seine Ex-Freundin Mia erstochen hat. Da er zum Tatzeitpunkt möglicherweise minderjährig war, erging das Urteil nach Jugendstrafrecht. Das Urteil ist rechtskräftig.

(dpa)

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