Universität feiert erstes Familienfest

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TRIER. Die Wettermacher entdeckten erst spät ihr Herz für die Familien. Regen am Vormittag dürfte manchen davon abgehalten haben, die Premiere des Familientages an der Universität Trier von Beginn an mitzuerleben. Mit der Temperatur stieg am Nachmittag auch die Zahl der Besucher.

Der Familientag erinnerte daran, dass die Universität Trier vor zehn Jahren als erste bundesdeutsche Hochschule als familiengerecht zertifiziert wurde. Das Trierer Konzept stand später Pate für weitere Zertifizierungsprozesse, wie Universitätskanzler Dr. Klaus Hembach in seiner Begrüßung ins Gedächtnis rief: „Die Idee ist von hier aus in der Republik angekommen und hat sich in der deutschen Hochschullandschaft etabliert.“ Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel schränkte ein, dass das bisher an der Universität Trier Erreichte noch nicht das non plus ultra der Familienfreundlichkeit sei. Man sei aber schon sehr weit gekommen, und das gelte es, mit dem Familientag und dem Generationenfest in den Vordergrund zu stellen.

Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) würdigte die Leistungen und Fortschritte der Hochschule als vorbildhaft. „Als sich die Stadt Trier diesem Thema zugewandt hat, haben wir viele Impulse aufgegriffen, die an der Universität bereits vorhanden waren“, erinnerte er sich in seinem Grußwort. Nach dem Festvortrag von Dr. Peter Döge, der sich mit den Wechselverhältnissen und (Un-)Vereinbarkeiten von Hochschule, Leben und Familie auseinandersetzte rundete eine Podiumsdiskussion über „Studium, Beruf und (Hochschul)karriere mit Familie – (wie) kann das gelingen?“ den „Informationsblock“ ab.

Den mit 2.500 Euro auf zwei Jahre dotierten Frauenförderpreis der Universität verlieh der Präsident an die Mitarbeiterin Daniela Probst, die ein Konzept zur Einrichtung eines Netzwerks von Tagespflegepersonen für Kleinkinder entwickelt hat.

Auf dem Campusforum nahmen derweil die jüngeren und älteren Besucher die vielfältigen Angebote zum Spielen, Toben, Hüpfen, Experimentieren und Knobeln wahr. Die Kleinen freuten sich an Hüpfburg, Kinderschminken oder Luftballontieren, die Größeren lieferten sich Rennen auf dem Ruderergometer oder erfrischten sich mit Drinks an der Saftbar. Zum Abschluss – wie könnte es an einer Universität anders sein – wurde es noch einmal wissenschaftlich: Dr. Pohls Puppen-Forschungstheater lud ein zur „Expedition zum blauen Planeten“. (red)

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