Geplanter Anschlag im Südwesten? Polizei hat Flughafen Hahn und Saarbrücken im Visier

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Polizeifahrzeuge mit Blaulicht
Foto: Rolf Vennenbernd / dpa-Archiv

RLP. Nach Ausspähversuchen und verschärften Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen in Baden-Württemberg nimmt die Polizei auch die Airports Hahn und Saarbrücken mehr ins Visier.

Die Beamten seien am einzigen größeren rheinland-pfälzischen Flughafen Hahn kurz vor Weihnachten mit noch «mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung» im Einsatz, sagte der Sprecher der Bundespolizei in Trier, Stefan Döhn, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Beamten dort sei aber nicht aufgestockt worden.

Genauso äußerte sich der Sprecher der Bundespolizei im saarländischen Bexbach, Dieter Schwan, mit Blick auf den Flughafen Saarbrücken. «Wir haben die Streifentätigkeit etwas verdichtet», ergänzte er. Mehr Personal werde nicht eingesetzt, «weil wir keine Erkenntnisse haben».

Nach Einschätzung des Landeskriminalamts (LKA) in Rheinland-Pfalz hat sich die Sicherheitslage im Land als Folge der Ausspähversuche an Flughäfen nicht verändert. «Die Sicherheitslage ist dieselbe», sagte LKA-Sprecherin Dagmar Meyer in Mainz. Die Polizeipräsidien seien allerdings sensibilisiert worden.

Laut Bundespolizei sind am Stuttgarter Airport weiter Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzwesten unterwegs. Auch an den anderen baden-württembergischen Flughäfen Friedrichshafen, Mannheim und Karlsruhe/Baden-Baden bleiben die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.

Im Zusammenhang mit einem möglicherweise geplanten Anschlag auf einen Flughafen im Südwesten Deutschlands sucht die Polizei nach vier Menschen, wie Sicherheitskreise der dpa am Donnerstag bestätigt hatten. Zuvor hatte der SWR berichtet. Mindestens einer gehört nach dpa-Informationen zum radikalislamischen Milieu.

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