Friedhöfe liegen bei Gebühren zum Teil weit auseinander

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Symbolbild

Bildquelle: Pixabay.com

RHEINLAND-PFALZ. Bei den Friedhofsgebühren gibt es in Rheinland-Pfalz große regionale Unterschiede. Im Vergleich von 60 Kommunen unterscheiden sich bei derselben Grabart die Kosten teils um das Vielfache, wie eine Studie des Steuerzahlerbundes Rheinland-Pfalz und der Verbraucher-Initiative Aeternitas ergibt. Ein einzelnes Erdgrab mit einer Nutzungsdauer von 30 Jahren kostet demnach in Mainz 4117 Euro, in Mendig (Kreis Mayen-Koblenz) aber nur 1040 Euro

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Auch bei Erdreihengräbern sind die Unterschiede groß: Während in Neustadt an der Weinstraße dafür bei 25 Jahren Nutzung 2615 Euro anfallen, müssen in Bad Ems (Rhein-Lahn-Kreis) lediglich 800 Euro gezahlt werden. Besonders günstig ist ein Urnenreihengrab in Bad Dürkheim mit 469 Euro für 25 Jahre – in Frankenthal in der Pfalz schlagen nur 20 Jahre schon mit 1845 Euro zu Buche. Noch extremer sind die Unterschiede der Studie zufolge bei den Einzelleistungen wie etwa dem Beisetzen einer Urne oder eines Sarges.

Seit 2013 gab es teils erhebliche Gebührensteigerungen, wie es in der Untersuchung weiter heißt. 36 der 60 Kommunen haben ihre Friedhofsgebühren angehoben – nur in Worms wurden sie bei allen Grabarten gesenkt. Die Steuerzahlerbund und Aeternitas fordern unter anderem eine wirtschaftlichere Friedhofsführung und eine gerechte Gebührenkalkulation. Nur strukturell lassen sich die Unterschiede demnach nicht erklären.

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