Hängeseilbrücke Geierlay: 820 000 Besucher in drei Jahren

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Besucher gehen während der Veranstaltung "Geierlights" über die Hängeseilbrücke Geierlay. Foto: Thomas Frey

MÖRSDORF. Die Hängeseilbrücke Geierlay im Hunsrück hat sich laut der Gemeinde Mörsdorf zu einem so starken Tourismusmagneten entwickelt, dass sie das abgelegene Dorf zukunftsfähig macht.

«Die Brücke rettet uns in die nächsten Generationen», sagte Ortsbürgermeister Marcus Kirchhoff (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben keine leerstehenden Immobilien mehr.» Für die Betreuung der 360 Meter langen Fußgängerbrücke hoch über einem Mosel-Seitental sowie ihr Besucherzentrum und ihre Parkplätze seien etliche Jobs entstanden. Am Wochenende war an der Brücke abends eine Weihnachtsbeleuchtung namens «Geierlights» mit Livemusik geplant.

Kirchhoff ergänzte mit Blick auf neue Jobs, die Familien vom Abwandern aus dem 600-Seelen-Dorf in der strukturschwachen Region abhalten könnten: «Wir wollen unsere Grundschule und unsere Kita erhalten.» Die Zwergschule mit weniger als 20 Schülern stand einst auf einer rheinland-pfälzischen Liste von 40 Mini-Grundschulen, deren Erhaltung behördlich geprüft wurde. Sie überlebte.

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Die vor gut drei Jahren eröffnete Geierlay, die nach einem örtlichen Flurstück benannt ist, hat laut Kirchhoff bereits rund 820 000 Besucher angezogen. Das sind deutlich mehr, als zuvor beispielsweise der Rechnungshof Rheinland-Pfalz erwartet hatte. Mörsdorf wurde anfangs zugeparkt – inzwischen gibt es nach Worten des Bürgermeisters aber genug Parkplätze: 530 reguläre Stellplätze plus in Spitzenzeiten wie Pfingsten bei Sonnenschein nochmals 400 auf dem Sportplatz.

Die im Gegensatz zu manchen anderen Hängeseilbrücken kostenlose Geierlay soll laut Kirchhoff «kein Halligalli-Ort werden, sondern ein Natur- und Wandererlebnis bleiben». Immer wieder versuchten Besucher vergeblich, näher heranzufahren: Von Mörsdorf seien 1,8 und vom kleineren Sosberg gegenüber 1,6 Kilometer zur Brücke zu laufen.

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