Mehr Auszubildende fürs regionale Gastgewerbe: DEHOGA-Ausbildungscoach vorgestellt

1

TRIER. Neuer DEHOGA-Ausbildungscoach unterstützt Jugendliche in der Region Trier auf dem Weg in einen gastronomischen Ausbildungsberuf.

Das Gastgewerbe hat es schwer: Die personalintensive Branche sucht händeringend nach Fachkräften. Schwindende Schulabgängerzahlen und immer mehr Mitarbeiter, die das Renteneintrittsalter erreichen, werden die Personalnot in den nächsten Jahren verschärfen. „Deshalb ist es umso wichtiger, verstärkt in die Ausbildung von Nachwuchskräften zu investieren,“ betont Heribert Wilhelmi, vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Trier, anlässlich der Vorstellung des neuen DEHOGA-Ausbildungscoaches für die Region Trier am 13. Dezember.

Die Projektidee des Coaches für betriebliche Ausbildung, die bereits erfolgreich in anderen Branchen umgesetzt wird, kann nun speziell für das Gastgewerbe Unterstützung bieten: Nun startet der DEHOGA-Ausbildungscoach mit der gelernten Köchin Karin Schuster auch in der Region Trier. Ziel des, vom Land Rheinland-Pfalz, dem DEHOGA-Verband Rheinland-Pfalz e. V. und der Bundesagentur für Arbeit getragenen Projektes, ist es vor allem, mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe zu begeistern und somit die vielen freien Stellen besser zu besetzen. Denn auch zum Ausbildungsbeginn in diesem Spätsommer blieben mehr als 90 Lehrstellen alleine in den gastgewerblichen Berufsbildern unbesetzt.

Dabei richtet sich das Unterstützungsangebot des DEHOGA-Ausbildungscoaches an Bewerber und Betriebe gleichermaßen, erklärt Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V.: „Wir benötigen eine passgenaue Besetzung unserer Ausbildungsstellen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende und am Ende erfolgreiche Ausbildung im Gastgewerbe. Unsere DEHOGA Coaches für betriebliche Ausbildung können hier eine wertvolle Brücke zwischen dem Ende der allgemeinen Schulausbildung und dem erfolgreichen Start in eine duale Ausbildung bauen.“

Für Ausbildungssuchende bietet Karin Schuster ein individuelles Coaching an, unterstützt bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, bereitet auf Vorstellungsgespräche vor und sucht passende Praktikumsplätze oder Ausbildungsstellen. Darüber hinaus pflegt sie einen engen Kontakt mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, der Schule, dem Elternhaus und potenziellen Ausbildungsbetrieben.

In Zusammenarbeit mit der Berufsberatung kann sie dann auch weitere Hilfestellungen anbieten, wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder assistierte Ausbildungen. „Mit dem ganzheitlichen Beratungs- und Unterstützungsangebot, das die DEHOGA-Ausbildungscoachin bereithält, wollen wir neue Bewerbergruppen für die vielfältigen Berufe in der Hotellerie und Gastronomie gewinnen. Und wir ermöglichen insbesondere Jugendlichen, die keine so guten Startbedingungen mitbringen, eine Chance auf einen Ausbildungsplatz,“ sagt Herbert Wilhelmi. So sei ein wesentlicher Vorteil des Projekts, dass die Betreuung nicht mit der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages endet, sondern die Jugendlichen bis zu sechs Monaten nach Ausbildungsbeginn weiter begleitet werden können. Das stabilisiert das Ausbildungsverhältnis und beugt Ausbildungsabbrüchen vor.

1 KOMMENTAR

  1. Ein Ausbildungscoach ist sicher eine gute Idee.Es wird jedoch kaum ohne staatliche Anreize zu setzen junge Leute für einen Job in der Gastronomie zu begeistern.Zudem Bedarf es einen Coach der die Gastronomen und die zukünftigen Chefs berät, damit dieser auch Anreize und Zukunftsweisende Chancen selbst erkennt und aufzeigen kann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.