Investments mit niedrigen Kosten: ETFs sind eine gute Option

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Symbolbild // foto: dpa

Bei Exchange Traded Funds (kurz: ETFs) handelt es sich um Investmentfonds. Die Besonderheit? Der Kauf bzw. Verkauf findet über die Börse statt. In der ursprünglichen Begriffsbedeutung wurden beide Varianten – also die aktiv wie auch passiv gemanagten Fonds – gemeint, heute geht es bei ETFs jedoch nur noch um die passive Ausführung, die die Wertentwicklung des gewählten Basisindex abbilden. ETF-Anbieter erreichen durch die direkte Anlage der im Index enthaltenen Papiere, dass die Entwicklung des Fonds nur leicht von der Entwicklung des Basisindex abweicht. Das Ziel, das hier verfolgt wird? Der Vergleichsindex soll abgebildet werden. Das unterscheidet den passiv gemanagten Fonds auch von den aktiv gemanagten ETF-Produkten – hier gilt es, dass der Index geschlagen werden soll.

ETFs geben sich immer mit dem Durchschnitt zufrieden

Mitte der 70er Jahre wurde in den USA der Vanguard S&P 500 – sozusagen der erste Indexfonds – aufgelegt. Nachdem der amerikanische Pensionsfonds auf den Indexfonds umstieg, wurde diese Entscheidung von den Fondsmanagern nur belächelt – schlussendlich waren damals Indexfonds, die nur den Marktdurchschnitt erreichen wollten, „langweilig“. Die Fondsmanager behaupteten, problemlos die Durchschnittsergebnisse toppen und weitaus bessere Resultate erzielen zu können. Heute weiß man aber, dass das nicht der Fall ist – zahlreiche Studien beweisen nämlich das absolute Gegenteil.

Auch dann, wenn die erfolgversprechendsten Strategien wie Methoden zur Anwendung gekommen sind, ist es kaum möglich, dass man besser als der Markt wird. An den Finanzmärkten gilt nämlich das ungeschriebene Gesetz, dass man ein immer höheres Risiko eingehen will, wenn man besser als der Durchschnitt sein möchte. Ein „Überlisten“ ist daher – zumindest auf lange Sicht gesehen – kaum möglich.

ETFs verfolgen dieses „ungeschriebene Gesetz“ und geben sich damit zufrieden, wenn einfach nur die durchschnittliche Wertentwicklung des Markts erreicht wird. So konnte auch der amerikanische Pensionsfonds zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Doch auch wenn in den USA sichtbare Erfolge verbucht wurden, so konnten sich die Indexfonds erst mit Ende der 1990er Jahre richtig durchsetzen; der endgültige Durchbruch wurde erst nach der Jahrtausendwende gefeiert.

Geringe Gebühren, flexibel und transparent

Natürlich interessieren sich die Anleger auch für die Kosten, die diverse Produkte mit sich bringen. Aufgrund der Tatsache, dass die Kosten natürlich die Gewinne auffressen, ist es Anlegern wichtig, diese so gering wie möglich zu halten. Ein weiterer Aspekt, warum ETFs immer beliebter werden. Verursacht ein gewöhnlicher Investmentfonds Kosten zwischen 1 Prozent und 2 Prozent/Jahr, so liegt die Gebühr bei ETFs unter 1,0 Prozent. ETFs, die sich die populären Indizes wie den Dow Jones oder auch den DAX abbilden, verlangen eine Verwaltungsgebühr zwischen 0,1 Prozent und 0,2 Prozent. In der Regel gibt es auch keinen Ausgabeaufschlag.

Doch ETFs überzeugen nicht nur mit geringen Verwaltungsgebühren – so ist es auch die hohe Transparenz, die viele Anleger begeistert, weil so nachvollzogen werden kann, wie sich die Anlage entwickelt. Zudem sind ETFs auch extrem flexibel. Des Weiteren gibt es hier auch kein Emittentenrisiko.

ETFs entwickelten sich zu einer empfehlenswerten Alternative

Nachdem klassische Investmentfonds immer unbeliebter wurden, entwickelten sich ETFs zu einer extrem beliebten Alternative. Die Handelsvolumina, die sehr geringen Kosten und auch die Flexibilität sind allesamt Vorzüge, die Exchange Traded Funds zu wichtigen Anlageinstrumenten gemacht haben. Zudem gehören jene Wertpapiere, die sich im ETF befinden, auch dem Anleger. Hier handelt es sich um ein geschütztes Sondervermögen, das nicht zur Insolvenzmasse zählt, wenn die Bank etwa zahlungsunfähig wird.

All jene Gründe sind es, die dafür verantwortlich sind, dass ETFs in den letzten Jahren immer beliebter wurden. Ob institutionelle Investoren oder auch Privatanleger – heute gibt es Hunderte von ETFs für die diversesten Anlageklassen wie Märkte.

Auch Privatanleger werden schon langsam aufmerksam

Wer sein Geld in ETFs stecken will, der sollte im Vorfeld einen Brokervergleich durchführen – mit diesem Brokervergleich habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Dies auch deshalb, weil man ETFs kaum von seiner Hausbank oder seinem Finanzberater angeboten bekommen wird. Berater leben nämlich von Provisionen, die es aber immer nur dann gibt, wenn auch Finanzprodukte von bestimmten Fondsanbietern vermittelt wurden. Bei ETFs gibt es jedoch keine Provisionen. Das ist auch der Grund, warum ETFs nur von Honorarberatern vorgestellt wie auch empfohlen werden. Der klassische Berater verdient nämlich keinen Cent, wenn sich sein Kunde für den börsengehandelten Indexfonds entscheidet.

Das ist auch der Grund, warum viele Privatanleger gar nicht wissen, dass es überhaupt so etwas wie börsengehandelte Indexfonds gibt. Die Profis nutzen die ausgesprochen interessante Alternative aber schon seit Jahren. Ob Versicherungen oder auch Pensionskassen – viele Großanleger haben ETFs als festen und nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil im Portfolio.

Doch ETFs befinden sich schon seit Jahren der Überholspur. Man kann also davon ausgehen, dass sich in den kommenden Jahren immer mehr Privatanleger gegen klassische Veranlagungen und für ETFs entscheiden werden.

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