Spannung pur – Dolphins unterliegen im Top-Spiel erst nach Verlängerung!

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TRIER. Wow! Was für ein Spiel am Samstag Nachmittag in der Unisporthalle in Trier. Die Doneck Dolphins Trier leisteten sich einen harten Kampf gegen die BG Baskets aus Hamburg. Am Ende mussten sich die Delfine leider denkbar knapp geschlagen geben. Doch dieses Spiel war das erwartete Top-Spiel in der 1. Rollstuhlbasketball Bundesliga und war eine gelungene Werbung für den Rollstuhlbasketball

Zu Beginn der Partie war die Anspannung auf beiden Seiten zu merken. Die Doneck Dolphins Trier hatten einen genauen Gameplan und waren gewillt diesen stets umzusetzen. Nachdem die Aufregung verflogen war, gelang es den Ball wieder mehr laufen zu lassen, zu treffen und in der Verteidigung die Hamburger vom eigenen Korb wegzuhalten. Dennoch konnte man den Rückstand von 3 Punkten zum ertönen der Sirene des ersten Viertels nicht aufholen. Das Gute war aber, dass dem Team noch weitere 30 Minuten zur Verfügung standen, um die Hamburger zu knacken.

Mit einer ruhigen Ansage vor Viertel 2 legte das Trainer-Trio Passiwan, Doesken, Ebertz sehr großen Wert auf eine Umstellung in der Verteidigung. Hierbei sollte unbedingt der große Japaner Reo Fujimoto aus der eigenen Zone gehalten werden, denn durch seine Größe ist er unter dem Korb nicht mehr zu stoppen.

Diese Umstellung gelang den Delfinen sehr gut und sie zwangen die Hamburger nun zu mehr Würfen aus der Distanz. Selbst konnte man einige Male zum Korb durchbrechen und leichte Körbe unter dem Korb verwandeln. Die Devise war nun, die Verteidigung weiterhin so kompakt zu halten und vorne ruhig das eigene Spiel zu Ende zu spielen. Doch die Hamburger kämpften mit allem was sie hatten und somit wurde das Spiel sehr hart und körperlich. Die Spieler von der Mosel stellten sich genau auf diese Reaktion ein, sie wollten geschlossen als Team bleiben und sich nicht auf hitzige Sticheleien einlassen. Der Halbzeitstand von 39:36 für die Delfine sollte genug Motivation für eine erfolgreiche zweite Hälfte darstellen.

Doch leider kam die Bundesliga-Mannschaft von der Mosel nicht so stark wie gewohnt aus der Halbzeit und musste gleich zu Beginn einen 0:6 Lauf der Hamburger hinnehmen. Doch die Mannschaft lies sich niemals unterkriegen, erst recht nicht in eigener Halle. Sie nahmen das körperliche Spiel wieder an, schafften es die Hamburger in Foulprobleme zu bringen und zwangen sie zu mehr Wechseln. Diese kurzen Unterbrechungen des Spielflusses nutzen die Delfine und verwandelten Würfe aus der Distanz. Die Führung zum Ende des dritten Spielabschnittes war zwar weg, aber mit einem 52:52 war der Ausgang der Partie weiterhin offen.

Das vierte Viertel startete also unentschieden. Beiden Teams war der Wille für einen Sieg klar anzumerken. Jeder kleine Fehler auf beiden Enden des Feldes wurde sofort bestraft. In der Verteidigung bekamen die Delfine leider wieder einige Cuts des großen Japaners der die Bälle sicher in der Reuse versenken konnte. Doch die Hamburger stoppten die Delfine nur mit Fouls, so durften die besten Punktesammler Dadzite und Passiwan oft an die Freiwurflinie. Diana muss hier hervorgehoben werden, denn sie verwandelte 9 ihrer 9 Freiwürfe ganz sicher und hielt somit ihr Team im Spiel. Das Spiel war die ganze Zeit ausgeglichen und so hieß es 38 Sekunden vor Schluss 70:70. Die Delfine nahmen eine Auszeit um sich nochmal auf die entscheidenden Situationen als Team einzustellen. Dirk Passiwan war der auserwählte Spieler der Dolphins, der den letzten Ball bekommen sollte. Der Spielzug ging perfekt auf und Dirk versenkte den Ball im Korb. Doch leider blieben den Hanseaten noch 8 Sekunden übrig und der Trainer hatte noch eine Auszeit, die er natürlich nahm.

Jetzt konnte das Trainer-Trio von der Mosel ihr Team nochmal auf die wichtigste Verteidigungssituation des Spiels einstellen. Vollmotiviert rollten die Delfine zurück auf’s Feld. Der Ball war eingeworfen, die Uhr lief runter, noch 6, 5, 4 Sekunden und die Verteidigung der Delfine hielt allen angriffsversuchen der Hanseaten stand. Noch 3, 2 Sekunden doch plötzlich ergab sich ein Loch in der Abwehr, das ein Hamburger nutzen konnte und den Korb auch noch machte.

So hieß es nach 40 gespielten Minuten 72:72 und das Spiel ging in die Verlängerung. Für die zahlreichen Zuschauer, die den Weg in die Unisporthalle gemacht haben, war die Spannung kaum auszuhalten. Dieses Top-Spiel hatte eigentlich keinen Gewinner verdient. Doch im Rollstuhlbasketball muss es eine Entscheidung geben, darum wurden nochmal 5 Minuten extra gespielt.

In der Verlängerung merkte man dann leider, dass die Trierer wenige Wechselmöglichkeiten hatten und mit dem Ausfall von Mariska Beijer fast das komplette Spiel unterpunktig spielten. Diese 5 Minuten waren nochmal ein Punktespektakel, welches dann die Hamburger für sich entschieden. Der Endstand von 82:88 war dann aber doch zu hoch ausgefallen. Gratulation an Hamburg.

Dieses tolle Heimspiel war aber noch nicht das Letzte der Saison. Nächsten Samstag, den 8.12.18 um 18 Uhr, steigt dann in der Unisporthalle Trier das letzte Heimspiel dieses Jahres und die Jungs und Mädels des Teams freuen sich wieder über jeden einzelnen, der in die Halle kommt. Es wird wieder einen Plätzchenverkauf geben und zusammen klingen wir dann die „stille Zeit“ ein.

Doneck Dolphines Trier:
Wright (10 Punkte), Rossi (10), Davey (4), Heimbach (2), Dadzite (21; 9/9 Freiwürfe), Passiwan (35; 5/7 FW; 10 Rebounds), Doesken (DNP), Peters (DNP)

BG Baskets Hamburg: (beste Werfer)
Fujimoto (42 Punkte), Ahmadi (18), Balcerowski (10), Shabo (10)

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