Diesel-Abgasskandal: Klagen von Autobesitzern laufen noch

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Foto: Jan Woitas / dpa-Archiv

TRIER. Als Folge des Diesel-Abgasskandals sind an Landgerichten in Rheinland-Pfalz noch Hunderte Klagen von Autobesitzern gegen Autokonzerne anhängig. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur an mehreren Gerichtsstandorten im Land.

In den Zivilverfahren gehe es meist um den Rücktritt vom Kaufvertrag und um Schadenersatz, sagte die Sprecherin des Landgerichts Mainz, Karola Krause. Zum Jahreswende werde «nochmal ein Anstieg» der Verfahren erwartet, weil dann Ansprüche demnächst verjährten.

Für Klagen gegen Volkswagen, dessen Abgasmanipulationen 2015 bekannt wurden, läuft Ende 2018 die Frist ab. Mängel können bis zu drei Jahren nach Bekanntwerden geltend gemacht werden. Ab 2019 wird daher laut Krause ein Rückgang der Klagen im Zusammenhang mit dem «Dieselskandal» erwartet. Möglich sei, dass dazu auch die neu vom Gesetzgeber eingeführte Musterfeststellungsklage beitrage. Seit wenigen Tagen können sich betroffene Diesel-Käufer im Klageregister eintragen, das das Bundesamt für Justiz eröffnet hat.

Info:

Bundesamt für Justiz zur Musterfestellungsklage
Urteil vom Landgericht Koblenz im Zusammenhang mit dem Dieselabgasskandal

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