Linke: Oberschüler sollen Zeche zahlen

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TRIER. Katrin Werner, Bundestagsabgeordnete der Linken und Stadtratsmitglied, spricht sich in einer Pressemitteilung gegen Überlegungen aus, Oberschüler zur Finanzierung der Kostenfreiheit für Schüler der fünften bis zehnten Klassen heranzuziehen.

„Viele Eltern werden sich freuen“, schreibt Werner. „Das kommende Schuljahr bringt zunächst eine positive Veränderung mit sich. Für die SchülerInnen der Klassenstufen fünf bis zehn ist die Beförderung zum Unterricht nach den Sommerferien kostenlos. Wie soll nun aber die entstehende Einnahmelücke geschlossen werden, fragt man sich in der Stadtverwaltung.“

Bei diesen Überlegungen werde folgende Lösung diskutiert: Die Schüler der Oberstufe sollen es richten, indem man den Eigenanteil der Abiturienten zu den Monatskarten erhöht. „Genauso wie wir eine Schule für alle fordern, fordern wir auch gleiche Bedingungen zur Beförderung zum Unterricht. Erleichterungen für eine Seite dürfen nicht auf dem Rücken der anderen ausgetragen werden!“, kommentiert Werner diese Erwägungen.

Die ursprüngliche Idee einer Entkoppelung von Schultyp und Herkunft werde durch diese Überlegung ad absurdum geführt. Der Besuch einer gymnasialen Oberstufe werde dadurch wieder zur finanziellen Situation von Familien in Beziehung gesetzt. Daher spreche sich Die Linke gegen eine Erhöhung von Eigenleistungen von Oberstufenschülern aus und fordere im Gegenzug im Sinne der Gleichberechtigung eine kostenlose Beförderung aller Schüler, so die Bundestagsabgeordnete. (red)

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