Zecher und Spätheimkehrer halten Polizei auf Trab

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Foto: dpa-Archiv

KAISERSLAUTERN. Zecher und Spätheimkehrer haben am frühen Sonntagmorgen die Polizei in Kaiserslautern auf Trab gehalten. Insbesondere wegen verschiedener Auseinandersetzungen waren mehrere Streifen zeitgleich und mit Unterstützung der amerikanischen Kollegen der Security Police und der Military Police in der Innenstadt im Einsatz.

Gegen 5.20 Uhr rückten Polizeibeamte zur Marktstraße aus, weil sich dort mehrere Besucher vor einem Lokal heftig stritten. Eine 20-jährige Frau, die schlichten wollte, wurde von einem der „Hitzköpfe“ geschubst, so dass sie zu Boden fiel, sich verletzte und auch ihr Handy beschädigt wurde. Auf den Täter kommt eine Anzeige wegen Körperverletzung zu.

Ganz in der Nähe kam es dann innerhalb weniger Minuten zu einer weiteren Auseinandersetzung, die ebenfalls polizeiliches Einschreiten notwendig machte. Ein stark alkoholisierter 19-Jähriger war mit einem Mann in Streit geraten, der auf der Suche nach Pfandflaschen durch die Marktstraße lief. Er schlug dem 52-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, so dass dieser eine blutige Lippe und eine Verletzung an der Nase davontrug. Laut Schnelltest hatte der Täter einen Pegel von 2,25 Promille.

Und während die Beamten noch mit der Aufnahme dieses Sachverhalts beschäftigt waren, bemerkten sie eine weitere Prügelei an der Ecke Martin-Luther-Straße/Spittelstraße, an der etwa zehn bis 15 Personen beteiligt waren. Die Polizisten gingen dazwischen und konnten die Streithähne trennen – die meisten flüchteten in unterschiedliche Richtungen. Von drei Beteiligten konnten die Personalien ermittelt werden. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Parallel hatte es eine Streife in der Lauterstraße gegen 6 Uhr mit einem alkoholisierten und aggressiven Autofahrer zu tun. Als die Beamten den Pkw stoppten, schlug ihnen die Alkoholfahne des Fahrers entgegen. Ein Atemtest bescheinigte dem 21-jährigen Mann einen Pegel von knapp 1 Promille. Weil der Mann keinen Führerschein vorweisen konnte, wurde er für weitere Überprüfungen und zwecks Entnahme einer Blutprobe mit zur Dienststelle genommen. Während der Maßnahme wurde der 21-Jährige zusehends aggressiver und fing an, die Einsatzkräfte mit nicht druckreifen Begriffen zu beschimpfen. Auf ihn kommen deshalb entsprechende Anzeigen zu. Der 21-Jährige wurde im Anschluss an die US-Militärpolizei übergeben, die ihn für weitere Maßnahmen in eigener Zuständigkeit mitnahm.

Am Sonntagabend wurde eine weitere Körperverletzung aus der Innenstadt gemeldet. Zeugen teilten gegen 19.30 Uhr per Telefon mit, dass sie am Stiftsplatz beobachtet hatten, wie ein Mann einen Autofahrer aus seinem Wagen gezogen und auf ihn eingeschlagen habe. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der mutmaßliche 27 Jahre alte Täter als Fußgänger den Zebrastreifen überqueren wollte und der Autofahrer ihm offenbar nicht „schnell genug“ signalisierte, dass er ihn passieren lässt. Darüber regte sich der Mann derart auf, dass er dem Auto bis zur Ampelkreuzung Spittelstraße folgte, dort die Fahrertür aufriss und dem Mann am Steuer mehrere Fausthiebe versetzte. Das 26-jährige Opfer musste sich vom Rettungsdienst medizinisch versorgen lassen.

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