Nach tödlichen Schüssen – Ermittlungen nach Polizeieinsatz dauern an

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Foto: Marc Tirl / dpa-Archiv

KIRCHHEIM. Zwei Monate nach einem Polizeieinsatz mit zwei Toten und zwei Verletzten in Kirchheim an der Weinstraße sind bei den Ermittlungen weiter einige Fragen ungeklärt.

«Die Spurenauswertung ist noch nicht abgeschlossen», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal. «Die kriminaltechnischen Ermittlungen dauern an – insbesondere in Bezug auf die Waffen.» Auch die Untersuchung der Geschosse sei nicht beendet. Die beiden am Einsatz beteiligten Beamten hätten sich demnach nicht offiziell geäußert.

Die zwei Polizisten – eine 31 Jahre alte Frau und ein 56 Jahre alter
Mann – waren bei dem Einsatz Mitte September durch Stiche verletzt worden. Sie waren von einer Frau zu Hilfe gerufen worden, weil ihr unter Drogeneinfluss stehender Sohn sie mit einer Schere attackierte. Im weiteren Verlauf starb der 25-Jährige durch Schüsse der Polizei.

Auch die Mutter starb. «Es gibt keine Anzeichen, dass die Polizisten etwas damit zu tun haben. Festgestellt wurden Stichverletzungen, Blutverlust und ein Schädel-Hirn-Trauma», sagte der Justizsprecher.

Am Leichnam des 25-Jährigen stellten Mainzer Rechtsmediziner sieben Schussverletzungen fest. Demnach starb er an Blutverlust in Kombination mit einer kollabierten Lunge und eingeatmetem Blut. Die Untersuchung, ob die Beamten in Notwehr handelten, sei Routine, sagte der Sprecher. «Wir ermitteln neutral, objektiv und ohne Zeitdruck.»

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