Trier: Millionen für Soziale Stadt und Sporthallen

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Wolfram Leibe (3. v. l.), Elvira Garbes (2. v. r.) und Baudezernent Andreas Ludwig (r.) freuen sich mit Ortsvorsteher Rainer Lehnart (Feyen-Weismark, l.) über die Förderbescheide, die Malu Dreyer (3. v. r.) und ADD-Präsident Thomas Linnertz (2. v. l.) mitgebracht haben.

TRIER. Es tut sich viel in Trier: Bei der Bustour zu laufenden Bauprojekten haben sich davon kürzlich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger überzeugt. Und mit Unterstützung aus Mainz wird sich Trier auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln: Die Landesregierung hat jetzt fünf Zuschüsse in Millionenhöhe für Projekte der Sozialen Stadt und für den Turnhallenbau freigegeben.

„Elf Millionen Euro zum Frühstück: Daran könnte ich mich gewöhnen“, scherzte OB Wolfram Leibe, als ihm Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Förderbescheide bei einem morgendlichen Ortstermin in der Bezirkssporthalle Feyen überreichte. Für den Neubau der Halle, die wegen einer maroden Zwischendecke schon einmal geschlossen werden musste, bewilligte das Land einen Zuschuss von 2,25 Millionen Euro. Den selben Betrag gibt es für die Bezirkssporthalle Trier-West, die baugleich errichtet werden soll. Baudezernent Andreas Ludwig wies darauf hin, dass in beiden Fällen die alte Halle bis zu der für 2020 geplanten Einweihung des Neubaus weiter genutzt werden kann, so dass für den Schul- und Vereinssport keine Kapazitäten wegfallen.

Der Landesregierung geht es mit der gezielten Städtebauförderung auch um gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Dreyer betonte: „Wir wissen, dass unsere Oberzentren besondere Herausforderungen bewältigen müssen. Mit diesen Bewilligungen kann die Stadt Trier ihre Stadtentwicklung weiter voranbringen und ein breites Sportangebot für alle Altersgruppen ermöglichen.“

Das Projekt Soziale Stadt Ehrang erhält eine Förderung über eine Million Euro für das Quartiersmanagement, den Ausbau von Straßen und für den Ersatzneubau des Jugendtreffs. Weitere 2,25 Millionen Euro fließen in die Soziale Stadt Trier-West, genauer gesagt in das Wohnumfeld und diverse Gemeinbedarfseinrichtungen rund um die Gneisenaustraße. Mit der laufenden Sanierung des Gebäudes Gneise-
naustraße 33-37 will die Stadt 28 neue Sozialwohnungen schaffen. „Es ist wichtig, dass wir es Menschen mit geringerem Einkommen ermöglichen, zentral zu wohnen“, sagte Sozialdezernentin Elvira Garbes. OB Leibe bekräftigte: „Wir wollen keine Gentrifizierung, sondern die Leute, die da sind, in Trier-West halten.“

Dabei helfen auch 3,25 Millionen Euro für das Programm Stadtumbau Trier-West. Das Geld wird unter anderem für den Grunderwerb zum Bau der zentralen Verbindungsstraße von der Hornstraße zum Bobinet-Quartier verwendet. Die neue Achse entlastet die Eurener und die Luxemburger Straße, die zum Lärmschutz eine Asphaltdecke erhält. Die Zuschussbewilligung für die schon fertig geplante Umgestaltung des Römerbrücken-
kopfs steht hingegen noch aus.

Der Fördersatz für die einzelnen Projekte beläuft sich auf bis zu 90 Prozent. Leibe versicherte: „Unseren eigenen Kostenanteil haben wir im städtischen Haushalt fest eingeplant.“ Für den Abruf der Fördermittel gilt eine Laufzeit von vier Jahren. Das ist hilfreich für das Rathaus angesichts der Hochkonjunktur im Baugewerbe, durch die sich die Vergabe von Aufträgen an die oft ausgebuchten Firmen verzögern kann.

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