Region – Gefahr der Afrikanischen Schweinepest nicht gebannt

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Schild mit der Aufschrift ´Afrikanische Schweinepest - Sperrbezirk-ª.

Bildquelle: Foto:Frank Rumpenhorst/(dpa) Archiv

SAARBRÜCKEN. Zwei Monate nach dem ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien macht sich der saarländische Umweltminister Reinhold Jost weiterhin Sorgen, dass die Krankheit auch hierzulande ankommt. «Die Gefahr ist keinesfalls gebannt», sagte Jost der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Seit Mitte September 2018 sei die nächstgelegene Infektionsquelle nur 60 Kilometer Luftlinie vom Saarland entfernt. Auch weiter müsse man sich sehr konkret auf das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im Saarland einstellen. «Es wäre einem Wunder gleichzusetzen, wenn es den belgischen Kollegen gelingen würde, ohne weitere Verbreitung die ASP im Süden Belgiens zu eliminieren», sagte Jost.

Bereits seit dem vergangenen Jahr bereite sich das Saarland mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der ASP vor. Dazu zählten nicht nur Schulungen für Landwirte und Anreize zu mehr Schwarzwild-Abschüssen für Jäger, sondern auch mehrsprachige Hinweisschilder zur Entsorgung von Essensresten entlang der Fernstraßen und an Rastplätzen im Saarland. Außerdem werden von allen krank erlegten oder verendeten Wildschweinen seit mehreren Monaten Proben durch die Jägerschaft entnommen und durch das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) untersucht.

Um auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet zu sein, wurden im Saarland bereits Kadaver-Container angeschafft, Vorsorge für Zäune geschaffen und Laborkapazitäten erweitert. «Wir sind mit unserem Präventionsprogramm so gut wie möglich gewappnet», sagte Jost.

(dpa)

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