Body-Mass-Index (BMI): Berechnung des optimalen Körpergewichts

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Symbolbild "Waage" // Foto: dpa

Wer abnehmen möchte stolpert über kurz oder lang in die BMI Diskussion hinein. Das sogenannte ideale Körpergewicht soll so berechnet werden können und das Leben deutlich verlängert werden können, da Krankheiten, welche bedingt durch Übergewicht entstehen können so eingedämmt werden können.

Was ist eigentlich der BMI?

Der sogenannte Body-Mass-Index zeigt das Verhältnis des Gewichts einer Person zur Körpergröße an. Mit dem Body-Mass-Index (BMI) lässt sich einfach berechnen, ob beispielsweise Übergewicht besteht oder nicht.
Der Body-Mass-Index (BMI) wird nach der folgenden Formel berechnet: Körpergewicht in kg geteilt durch Körpergröße im Quadrat. Beispiel: Sie sind 1,75 m groß und wiegen 70 kg. Die Rechung: 70: (1,75 x 1,75) = 70:3,06 = 22,87. Ihr BMI beträgt 22,87. Das bedeutet: Normalgewicht.

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Er stammt von dem belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet, der ihn 1832 entwickelte.Die Bezeichnung Body-Mass-Index (BMI) entstammt einem 1972 veröffentlichten Artikel von Ancel Keys. Bedeutung gewann der BMI durch den Einsatz in den USA, zur Einstufung von Patienten, um so die Lebensversicherungen zu berechnen. Hauptsächlich natürlich, um Risiken durch Übergewicht zu meiden. Anfang der 1980er Jahre wurde der BMI auch von der Weltgesundheitsorganisation verwendet.

Wie definiert sich der BMI?
Die Klassifizierung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt wurde, lautet: Body-Mass-Index (BMI) 18,5 bedeutet Untergewicht, BMI von 18,5 bis 25 bezeichnet Normalgewicht, BMI von 25 bis 30 zeigt Übergewicht an. Bei einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 beginnt die Fettsucht.
Alter und Geschlecht spielen bei der Interpretation des BMI eine ebenfalls wichtige Rolle. Männer haben in der Regel einen höheren Anteil von Muskelmasse an der Gesamtkörpermasse als Frauen. Deshalb sind die Unter- und Obergrenzen der BMI-Werteklassen bei Männern etwas höher als bei Frauen. So liegt das Normalgewicht bei Männern laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung im Intervall von 20 bis 25 kg/m², während es sich bei Frauen im Intervall von 19 bis 24 kg/m² befindet.

Für die Beurteilung eines Untergewichts wird auch der Broca-Index verwendet, etwa bei Magersucht. Die diagnostischen Kriterien der Magersucht sehen bei Erwachsenen einen BMI von ≤ 17,5 kg/m² vor, bei Kindern und Jugendlichen einen BMI unterhalb der 10.

Ist der BMI überhaupt dazu geeignet, das optimale Gewicht herauszufinden?
Immer mehr Studien widersprechen dem BMI heutzutage. Bei Auswertungen von einer Fülle aus Einzelstudien zeigte sich, dass Menschen in der Übergewichtskategorie nicht früher starben, als die sogenannten Normalgewichtigen. Ein großer Widerspruch zu den Aussagen, die auf ein gesundes Gewicht – sprich dem Normalgewicht – verweisen.

Diese Ergebnisse gehen zwar um die Welt, die Wirklichkeit ist aber wesentlich komplexer. So kann ein höherer BMI bei einigen Krankheiten die Lebenserwartung verringern, bei anderen verbessern. Und mitunter ist gar kein Einfluss festzustellen.

Fazit

Ob Übergewicht oder nicht – ein bewegungsreicher Lebensstil mit regelmäßigem Training, kombiniert mit gesunder Ernährung erhöht die Lebenserwartung. Wer sich um seinen Körper sorgt, und Gewicht verlieren möchte, der sollte sich immer zuerst fachmännischen Rat bei seinem Hausarzt holen und sich gesund und ausgeglichen Ernähren, sowie genügend Bewegung in seinen Alltag zu bringen.

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