Dreijähriger bleibt in Bus sitzen und wird vergessen: Stunden später gefunden

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Foto: dpa-Archiv

BAD KREUZNACH. In Sankt Katharinen (Landkreis Bad-Kreuznach) ist ein dreijähriger Junge in einem Bus vergessen und erst einige Stunden später entdeckt worden. Wie ein Pressesprecher der Kreisverwaltung Bad Kreuznach am Dienstag sagte, war der Junge in der vergangenen Woche auf der morgendlichen Fahrt zum Kindergarten im Nachbarort in dem Bus sitzengeblieben.

Der Fahrer habe den Jungen nicht bemerkt und den Kleinbus auf dem Betriebshof des Busunternehmens abgestellt. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» über den Vorfall berichtet.

Als die Eltern ihr Kind am Mittag wieder vom Bus abholen wollten, stellten sie laut Pressesprecher fest, dass der Junge nicht mit an Bord war. Eine Nachfrage habe ergeben, dass der Dreijährige tagsüber gar nicht im Kindergarten gewesen sei. Daraufhin kontaktierte die Mutter das Busunternehmen, das den Jungen schließlich in dem auf dem Betriebshof stehenden Bus fand.

«So etwas darf nicht passieren», sagte der Pressesprecher der Kreisverwaltung. Angaben zum Gesundheitszustand des Kindes machte er nicht. Die Kreisverwaltung hatte das Busunternehmen mit den Fahrten von und zum Kindergarten beauftragt. Eigentlich besagt nach Angaben der Verwaltung eine Richtlinie, dass der Fahrer nach dem Ende der Fahrt kontrollieren muss, dass niemand mehr darin sitzt. Der Fahrer dürfe die Fahrten auf Anordnung der Landrätin nun nicht mehr übernehmen.

5 KOMMENTARE

  1. Stimmt.Kindergarten-Kinder sind manchmal so klein,dass man sie im ersten Moment gar nicht sieht hinter den hohen Sitzen, Kontrolle ist daher unerlässlich.Ich weiss wovon ich rede.

  2. Stimmt, der Fahrer hat einen Fehler gemacht. Dem ist aber bestimmt so schlecht geworden, dass er diesen kein 2tes Mal macht, jedoch die Landrätin beschließt, dass er nicht mehr fahren darf, konsequent halt, keine 2te Chance. Hält Sie diese Konsequenz auch ein bei Ihren Mitarbeitern in der Verwaltung ? ….. eher nicht, denn eine Krähe hackt der anderen …..

    • Da bin ich ganz bei Ihnen. Der Fahrer hat einen klaren Fehler gemacht, keine Frage. Aber dafür muss man niemanden so hart bestrafen. Ich denke auch, das so was einem Fahrer nur einmal passiert, danach kontrolliert er regelmäßig den Bus, wie es sich gehört.

      Finde ich nicht verhältnismäßig, die Frau Landrätin sollte sich was schämen !!

  3. Hätte der Kindergarten sich die Mühe gemacht nach zu fragen wo der kleine Mann ist ,bei den Kameraden,bei den Eltern.wäre das Kind schneller gefunden worden.Aber da ja heute jeder nur mit sich selbst beschäftigt ist,geschehen halt solche Dinge.Natürlich muss der Fahrer seinen Bus kontrollieren an der Endstation.

  4. War jahrelang im Fahrdienst.Den Busfahrer gleich zu entlassen finde ich h etwas vorschnell von der Landrätin.Eine Abmahnung hätte gereicht.Soetwas wird dem Busfahrer mit Sicherheit nicht mehr passieren.Eine Entschuldigung bei den Eltern wäre abgebracht, wenn der Fahrer das nicht schon getan hat.Einem Menschen gleich seine ganze Zukunft zu versauenfinde ich übertrieben.Die Aufregung der Eltern kann ich nachvollziehen.Und das Kind hat auch sicher Angst gehabt.Vieleicht wendet sich die Situation noch zum guten.

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