Zahl jugendlicher Komatrinker in Rheinland-Pfalz sinkt nur leicht

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ/REGION TRIER. Nach einem leichten Anstieg ist die Zahl jugendlicher Komatrinker in Rheinland-Pfalz etwas zurückgegangen – es hat aber einen Zuwachs bei Jüngeren gegeben. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 1418 Kinder und Jugendliche von 10 bis 19 Jahren mit Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus, das sind 7 weniger als im Jahr zuvor, berichtete die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Mainz unter Berufung auf das Statistische Landesamt.

Im Jahr 2000 waren es insgesamt nur 578 Betroffene im Land.

Den größten Anstieg gab es im vergangenen Jahr bei Mädchen von 10 bis 14 Jahren mit einem Zuwachs um 19 auf 102, während die Zahl bei Jungen in der gleichen Altersgruppe um 9 auf 73 nach oben ging. Der größte Rückgang wurde bei Mädchen von 15 bis 19 Jahren mit einem Minus um 28 auf 453 gezählt, bei Jungen in der Altersgruppe sank die Zahl um 7 auf 790.

«Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen, Kinder und Jugendliche über die Gefahren und Risiken des Alkoholkonsums aufzuklären», warnte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) der Kasse zufolge.

Der Leiter der DAK-Landesvertretung, Michael Hübner, sagte: «Die Entwicklung bei den Jüngsten zeigt deutlich, dass Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger für uns unverzichtbar bleibt.» Die Aufklärungskampagne «bunt statt blau» an Schulen soll daher weitergehen. Schüler sollen dabei Plakate gegen das Rauschtrinken entwerfen.

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