Trend zur Einäscherung von Haustieren: Neues Tierkrematorium in Hermeskeil

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In verschiedenen Formen stehen Urnen für Haustiere in der Trierer Filiale der Tierbestattung Rosenheim. Foto: Harald Tittel/dpa-Archiv

HERMESKEIL. Immer mehr Tierbesitzer lassen ihre Haustiere nach deren Tod einäschern. Viele nehmen die Asche mit – in Urnen oder in Schmuckanhängern. «Sie können nach einer Kremierung dann für sich sagen, das Tier ist wieder zu Hause», sagt der Sprecher der Tierbestattung Rosengarten im niedersächsischen Badbergen, Emanuel Holle. Wegen der steigenden Nachfrage eröffnet die Firma Rosengarten Anfang 2019 ihr bundesweit viertes Tierkrematorium: Und zwar in Hermeskeil (Kreis Trier-Saarburg). «Wir bauen es aktuell», sagt Holle.

Es sei für Hunde, Katzen, Kaninchen & Co vor allem von Tierbesitzern in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und auch in Luxemburg gedacht. «Wir wollen näher an die Menschen ran, damit die Wege nicht so weit sind und sei sich vor Ort verabschieden können», so Holle. Nach Badbergen, Pritzwalk-Falkenhagen, Cottbus (beides Brandenburg) und Hermeskeil plane die Firma Rosengarten weitere Tierkrematorien in Süddeutschland.

Bundesweit gibt es bereits rund 30 Tierkrematorien. «Diese Form der Tierbestattung liegt absolut im Trend», sagt die Sprecherin des Bundesverbandes der Tierbestatter, Gabriele Metz, in Dortmund. Vor 15 Jahren habe die Entwicklung langsam begonnen, vor zehn Jahren Fahrt aufgenommen, «und inzwischen ist sie wirklich rasant».

Die Tierbestatter-Branche befinde sich seit längerem in einem Boom, sagt Metz. Grund sei die veränderte Stellung vor allem des Hundes und der Katze innerhalb der Gesellschaft: «Sie werden immer stärker als wirklich vollwertige Familienmitglieder angesehen, als Sozialpartner, als Sportpartner. Sie haben eine Stellung wie nie zuvor.» Man wolle daher «einen würdevollen Abschied für das vierbeinige Familienmitglied».

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