Grüne Damen und Herren – 10 Jahre Ehrenamt bei Barmherzige Brüder Trier

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TRIER. Seit 2008 sind die Grünen Damen und Herren im Krankenhaus und im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier für Patienten und Bewohner ehrenamtlich im Dienst. Sie hören zu, helfen bei Erledigungen, begleiten zum Gottesdienst oder sorgen mit einem Spielenachmittag für Abwechslung und Freude. Auch durch die Beachtung individueller Bedürfnisse wird den Patienten und Bewohnern Achtsamkeit und Wertschätzung entgegengebracht.

„Da kam heute jemand vorbei, das hat mir gut getan!“ So lautet manch eine Rückmeldung von Patienten und Bewohnern, die die ehrenamtliche Arbeit der Grünen Damen und Herren schätzen. Vor kurzem blickten die Grünen Damen und Herren gemeinsam mit den Initiatoren des ehrenamtlichen Dienstes sowie Krankenhaus- und Heimleitung auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Nach einem Wortgottesdienst, den Pastoralreferentin Jutta Steinlein und Pfarrer Hans Edmund Kieren-Ehses gestalteten, ging es in den Albertus-Magnus-Saal, wo vor zehn Jahren „alles begann“, so Michael Molitor, Stellvertretender Hausoberer des Brüderkrankenhauses. Hervorgegangen aus dem zu dieser Zeit bereits seit Jahren bestehenden ehrenamtlichen Besuchsdienst des Brüderkrankenhauses, sind die Grünen Damen und Herren heute „ ein wichtiger Bestandteil unserer Dienstgemeinschaft und werden jeden Tag von Patienten, Bewohnern oder Stationsmitarbeitern angefragt“, so Michael Molitor in seiner Ansprache weiter.

Circa 30 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind im Brüderkrankenhaus und Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier für Patienten und Bewohner im Einsatz – jeder von ihnen zu festgelegten Zeiten. Sie machen kleinere Besorgungen, begleiten zu Untersuchungen, nehmen sich Zeit für einen Plausch bei einem Kaffee oder spenden Trost. „Viele Angebote können ohne Begleitung durch Grüne Damen und Grüne Herren kaum möglich gemacht werden. Sei es der Männerstammtisch oder der musikalische Nachmittag im Café Klatsch des Seniorenzentrums“, weiß Annegret Kaltenborn-Reiter, die die Grünen Damen und Herren leitet. Ebenso unterstützen vier Ehrenamtler die Tagesaktivierung für an Demenz erkrankte Menschen, die zusammen mit dem Demenzbeauftragten und Mitarbeitern in der Pflege des Brüderkrankenhauses realisiert wird. „Ich finde das Ehrenamt sehr erfüllend. Die Patienten und Bewohner sind unwahrscheinlich dankbar. Jedes Mal gehe ich hier nach meinem Dienst raus und bin wahnsinnig zufrieden“, sagt Doris Heerich-Loser, die froh darüber ist, eine Grüne Dame zu sein.

Ehrenamtlich für Patienten und Bewohner verantwortlich tätig sein zu können, bedeutet immer auch dazu zu lernen und sich fort zu bilden. Dies beginnt mit dem Kennenlernen des Brüderkrankenhauses und des Seniorenzentrums der Barmherzigen Brüder Trier. Die Grünen Damen und Herren besuchten verschiedene Abteilungen des Brüderkrankenhauses und schauten sich zum Beispiel Blutbilder im Labor sowie die Abläufe in Wäscherei, Technik und Apotheke – wo sie aus Schokolade Dragees herstellen durften – an. Ein weiterer Bestandteil des Lernens ist das Befassen mit Themen der Ethik, Psychologie oder Seelsorge.

Schließlich gilt es bei all dem Dienst am Nächsten, auch die eigene Gemeinschaft als Grüne Damen und Herren zu pflegen. Diese Gemeinschaft dient auch dazu, sich über die vielen Eindrücke, die bei den Besuchen zurückbleiben, austauschen und sie auch verarbeiten zu können. Die Unterstützung gemeinschaftsbildender Aktionen ist daher für das Krankenhaus und das Seniorenzentrum eine Selbstverständlichkeit“, so der Hausobere Markus Leineweber in seinem Dankeswort. Die Erlebnisse der vergangenen Jahre, darunter Jahresausflüge, die nach Metz, zur Gartenschau in Koblenz, zum Schmetterlingsgarten nach Grevenmacher oder zum Schönfelderhof der Barmherzigen Brüder nach Zemmer führten, ließ Annegret Kaltenborn-Reiter im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum nicht nur mündlich, sondern auch sehr zur Freude aller Anwesenden mit Bildern Revue passieren.

Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses und der Seniorendienste, schätzt die Offenheit, die die Ehrenamtlichen füreinander, für neue Erfahrungen bei ihren Besuchen und für weiter bildende Maßnahmen zeigen. Er ermutigt die Grünen Damen und Herren „sich weiterhin inspirieren zu lassen und das Interesse füreinander, für die Einrichtungen und besonders für die Bewohner und Patienten aufrecht zu erhalten.“ Er wünschte Ihnen, dass sie immer wieder Freude bei Ihrem wichtigen Dienst erfahren mögen und wünschte Ihnen Gottes Segen für ihr weiteres Tun. Ein ganz besonderer Danke sprach er Frau Kaltenborn-Reiter aus, die als Leiterin und Begleiterin wesentlich zur Teamentwicklung der Grünen Damen und Herren und zum Gelingen Ihres Dienstes beigetragen hat und beiträgt.

Die Grünen Damen und Herren freuen sich jederzeit über neue Mitglieder, die Zeit schenken möchten, Spaß am Umgang mit Menschen haben und über ein großes Einfühlungsvermögen verfügen. Denn nach Annegret Kaltenborn-Reiter wäre noch Platz für neue Mitglieder, die anderen etwas Gutes tun möchten und damit das so wichtige Ehrenamt aufrechterhalten. Bei Interesse können Sie sich gerne donnerstags unter 0651 208-1522 melden.

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