Gute Aussicht auf ein Bier mit Ausblick – Wiedereröffnung von Trierer Weisshaus 2019

0
Dezernent Andreas Ludwig (2. v. r.) freut sich, dass das Immobilienunternehmen Ifa das Weisshaus im nächsten Jahr wiedereröffnen wird. Dafür Sorge tragen Patrick Anell, Daniela Schäfer-Anell, Wolfgang Schäfer und Hans-Jürgen Lichter (v. l.).

TRIER. Noch liegen keine Speisekarten auf den Tischen und man kann sich kein frischgezapftes Bier bestellen: Das Weisshaus auf dem Palliener Felsplateau liegt noch im Dornröschenschlaf. Daraus soll es jedoch im nächsten Jahr erweckt werden: Bereits Ende September hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, das Weisshaus per Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 45 Jahren an die Immobilienfirma Ifa aus Schillingen zu übergeben.

Der Vergabe war ein Auswahlverfahren vorausgegangen, in welchem das Konzept der Immobilienfachleute den Rat überzeugte. Dieses stellte Daniela Schäfer-Anell bei einer Pressekonferenz vergangene Woche vor.

So soll das Weisshaus wieder zu einem regional und überregional bekannten Ausflugsziel werden, das neben den Trierern auch Gäste aus Luxemburg, der Eifel und dem Hunsrück genauso anlockt wie Touristen und Studenten. Im gastronomischen Konzept werde Regionalität großgeschrieben, betonte Schäfer-Anell: Angeboten werden Weine aus der Region, Bier aus einer regionalen Brauerei sowie Spezialitäten von regionalen Herstellern. Auf der Wiese vor dem Gebäude lädt ein Panorama-Biergarten mit 250 bis 300 Plätzen dazu ein, sein Getränk mit Blick auf die Stadt zu genießen.

Baulich sind lediglich kleine Eingriffe nötig, um das Konzept zu verwirklichen: So wird ein Speisenaufzug eingebaut und ein zusätzlicher Tagungsraum geschaffen, da das Tagungsgeschäft ausgebaut werden soll. Die an das Weisshaus angrenzende Orangerie ist für Bankette aller Art gedacht, etwa Hochzeiten, Familienfeiern und Firmenfeste.

Ifa-Chef Wolfgang Schäfer sagte, man wolle das weiterführen, was früher einmal das Weisshaus war. Er wünsche sich, dass die Menschen wieder hochpilgern und dort essen. Ob es die Ifa selbst betreibt oder verpachtet, sei noch nicht geregelt, sagte Schäfer. Klar sei jedoch, dass sich ein potenzieller Pächter nach dem von der Ifa vorgegebenen Konzept richten müsse. Erfahrung hat das Unternehmen Ifa mit gastronomischen Betrieben: So führt es unter anderem ein Hotel in Losheim. Was die Investition in das Gebäude betrifft, rechnet Immobilienunternehmer Schäfer mit einem Betrag zwischen einer und zwei Millionen Euro. Er lobte die Stadt dafür, in welch gutem Zustand das leerstehende Gebäude übergeben werde. Laut Schäfer sollen auch noch Gespräche mit den Stadtwerken geführt werden, in denen es um eine bessere Anbindung an den Busverkehr gehen soll.

Baudezernent Andreas Ludwig zeigte sich überzeugt davon, dass das Ifa-Konzept das richtige sei. Er freue sich, dass das Weisshaus im Sommer 2019 wieder öffne. Ludwig: „Das Weisshaus ist ein Stück Trier, dass die Menschen geliebt haben und immer noch lieben.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.