Armutsrisiko in Rheinland-Pfalz steigt leicht an – Bundesweit im Mittelfeld

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Kinder stehen im Rahmen eines Medientermins in einem Kindergarten.Foto: Christian Charisius/Archiv

Rheinland-Pfalz liegt im bundesweiten Vergleich bei der Armutsgefährdung im Mittelfeld. Das geht aus Zahlen der Statistikämter des Bundes und der Länder hervor, auf die die Bundestagsfraktion die Linke anlässlich einer für diesen Mittwoch geplanten Bundestagsdebatte über gleiche Lebensverhältnisse in Deutschland aufmerksam machte.

Demnach war Bremerhaven im vergangenen Jahr deutschlandweit mit 28,4 Prozent die Region mit der höchsten Armutsgefährdungsquote, München hatte hingegen mit 8,5 Prozent die geringste Quote an von Armut gefährdeten Menschen.

In Rheinland-Pfalz schwankte der Anteil der von Armut bedrohten Menschen zwischen 12 Prozent in Trier und 17,4 Prozent in der Westpfalz. Auch in Rheinhessen-Nahe war die Quote mit 17,2 Prozent hoch. Mit Ausnahme von Trier und der Westpfalz war überall ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Besonders hoch war die Armutsgefährdung bei Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit, bei Alleinerziehenden und bei Arbeitslosen. Die Werte der Statistikämter geben den Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung an. Die Schwelle dieser Armutsgefährdung lag 2017 deutschlandweit bei 999 Euro für einen Einpersonenhaushalt.

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