1000 Skelette : Zukunft des Massengrabs in Mainz weiter in der Schwebe

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MAINZ. Die Zukunft eines rund 200 Jahre alten Massengrabes in Mainz ist weiterhin ungewiss. Es war bei Arbeiten für den Schießstand eines Schützenvereins entdeckt worden. Am Montag trafen sich Vereinsvertreter zum Gespräch mit Archäologen, um sich über den Fund zu informieren. Für eine Entscheidung, ob und wie es weitergeht, sei es aber noch zu früh, teilte der Verein danach mit.

„Das müssen wir uns jetzt alles erst mal überlegen.“ Fest stehe bislang nur, dass die Bauarbeiten erst einmal auf Eis gelegt seien. Für die Zusatzkosten durch die Verzögerungen muss der Verein selbst aufkommen. „Wir bleiben auf den Kosten sitzen.“

In dem etwa 1500 Quadratmeter großen Massengrab liegen dem Archäologen Jens Dolata von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz zufolge wahrscheinlich über 1000 Skelette. Sie sind aus seiner Sicht eine wichtige stadthistorische Quelle.

Dolata sieht derzeit mehrere Möglichkeiten, wie es mit dem Grab weitergehen könnte. Es könne im Boden bleiben, zum Teil ausgegraben oder umgebettet werden, erklärte er. Dem Schützenverein zufolge soll der für den Bau zuständige Architekt außerdem prüfen, ob der Bau umgeplant werden kann.

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