WWF sieht viele Gewässer in Rheinland-Pfalz in schlechtem Zustand

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Der Rhein bei Kaub. Foto: Boris Roessler/ dpaArchiv

BERLIN. Viele Flüsse und Bäche in Rheinland-Pfalz sind einer Analyse der Umweltorganisation WWF zufolge in schlechtem Zustand. Auch beim Grundwasser gebe es wie in anderen Bundesländern großen Handlungsbedarf, erklärte die Umweltschutzorganisation am Montag unter Berufung auf eine Analyse offizieller Behördendaten.

Grund sei die Belastung mit Nitrat aus der Landwirtschaft und Schadstoffen wie Quecksilber. Rheinland-Pfalz gehöre beim Wasserschutz zwar zu den drei besten Bundesländern, liege aber bei der Erreichung der gesetzlichen Vorgaben noch weit zurück.

WWF-Vorstand Christoph Heinrich forderte vor der am Mittwoch beginnenden Konferenz der Umweltminister von Bund und Ländern, «den Gewässerschutz endlich ernst» zu nehmen. «Es wurde zu lange weggesehen, wenn weite Teile der Industrie und des Agrarsektors auf Kosten unseres Wassers gewirtschaftet haben», kritisierte er.

Die meisten Seen, Flüsse und Bäche in Deutschland sind laut Umweltbundesamt in keinem ökologisch guten Zustand. Das beutetet nicht unbedingt, dass dort das Baden gefährlich wäre, sondern dass man dort nicht die Tiere und Pflanzen findet, die natürlicherweise dort leben sollten. Das Leitungswasser in Deutschland kann man bedenkenlos trinken. Laut Umweltbundesamt sind die häufigsten Gründe für einen schlechten Öko-Zustand Belastungen aus der Landwirtschaft sowie Begradigung, Verbauung oder Unterbrechung durch Wehre.

(dpa)

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