Prozess um Verkauf von Kriegswaffen geplatzt

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Foto: Friso Gentsch / dpa-Archiv

ZWEIBRÜCKEN. Der Prozess um mutmaßliche Verstöße gegen das Kriegswaffengesetz vor dem Landgericht Zweibrücken ist geplatzt und muss neu begonnen werden. Grund dafür ist eine akute und länger andauernde Erkrankung eines Richters, wie das Landgericht am Mittwoch mitteilte.

Eigentlich war am Donnerstag mit einem Urteil in dem Prozess gegen einen 67-jährigen Mann aus der Westpfalz gerechnet worden, der mehr als 100 Waffen aus der Slowakei nach Deutschland eingeführt und dort verkauft haben soll.

Stattdessen muss der Prozess ganz neu begonnen werden. So sei es gesetzlich geregelt, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Neuaufnahme sei ab Januar 2019 geplant. Genaue Termine müsse man erst bestimmen.

Die Maschinenpistolen und Sturmgewehre, die der Mann verkauft haben soll, waren laut Staatsanwaltschaft nur scheinbar funktionsuntüchtig: In die Läufe waren zwar Gashülsen oder Stifte eingebracht, diese waren aber ohne viel Aufwand zu entfernen. Der Beschuldigte besitzt keinen Waffenschein. Die Anklagebehörde wirft ihm vor, zwischen Januar 2013 und Ende Mai 2015 mit den Waffen gehandelt zu haben. Dann kam es zur Hausdurchsuchung.

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