Paukenschlag am Flughafen Hahn – Zieht “Ryanair“ sich komplett zurück?

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Eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair rollt am Flughafen-Terminal vorbei.

Bildquelle: Foto: Andreas Arnold

HAHN/MAINZ. Die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion hat von der Regierung Klarheit zur Lage am Flughafen Hahn gefordert und sich gegebenenfalls für den Stopp der Zahlung von Landesgeld ausgesprochen. «Nach wie vor werden Steuergelder an den Hahn gegeben», sagte Fraktionschef Christian Baldauf am Dienstag in Mainz. «Wenn es nicht sicher ist, dass der Flugbetrieb aufrecht erhalten bleibt und der Hahn eine Zukunft hat, dann wollen wir die Einstellung der Zahlung dieser Steuergelder.»

Die Mainzer «Allgemeine Zeitung» hatte unter Berufung auf «höchste Managementkreise» von Ryanair berichtet, es solle «konkrete Planungen für den kompletten Rückzug vom Hahn geben». Der Billigflieger ist der mit Abstand wichtigste Kunde am Hahn. Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Nach meinen Kenntnissen ist das völliger Unsinn». Ein Ryanair-Sprecher wollte Gerüchte oder Spekulationen nicht kommentieren.

Rheinland-Pfalz hatte seinen Flughafen-Anteil von 82,5 Prozent im vergangenen Jahr an den chinesischen Mischkonzern HNA verkauft. Die restlichen 17,5 Prozent hält das Land Hessen. Rheinland-Pfalz hatte sich bei der Veräußerung verpflichtet, bis 2024 bis zu 27 Millionen Euro Feuerwehr- und Sicherheitskosten zu zahlen, bis zu 25,3 Millionen Euro Beihilfen für den Betrieb und bis zu 22,6 Millionen Beihilfen für Investitionen. Dazu könnten Kosten für die Beseitigung von Altlasten in Höhe von maximal 25 Millionen Euro kommen.

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