Tabellendritter Völklingen kommt zur Eintracht ins Moselstadion: Cinar erwartet Geduldsspiel

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TRIER. Am Samstagnachmittag um 17 Uhr gastiert mit Regionalliga-Absteiger Röchling Völklingen ein echtes Oberliga-Spitzenteam am Wolters-Spieltag im Moselstadion bei Eintracht Trier. Während der SVE den zarten Aufwärtstrend der vergangenen Spiele fortsetzen möchte, geht es für die Gäste um den Sprung auf Rang zwei der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Doch Personalsorgen machen der Eintracht nach der englischen Woche zu schaffen.

Das Weiterkommen im Bitburger Rheinlandpokal unter der Woche beim SV Vesalia 08 Oberwesel könnte für Eintracht Trier unter Umständen teuer werden: Vor der Partie gegen Regionalliga-Absteiger Röchling Völklingen hat das Verletzungspech die Moselstädter heimgesucht. Neben Christoph Anton (Schulter) und Tim Garnier (Rücken), die wegen ihrer Blessuren bereits seit einigen Wochen zum Zuschauen verdammt sind, stehen für das Duell mit dem Tabellendritten aus der Hüttenstadt auch hinter Kevin Heinz, Julien Erhardt und Jason Thayaparan dicke Fragezeichen. Alle drei konnten an Donnerstag und Freitag nicht, oder nur eingeschränkt trainieren. Bitter ist das vor allem für Julien Erhardt, der erst im Sommer aus Völklingen zum SVE gewechselt war und dessen Vater Günter Erhardt Cheftrainer der Saarländer ist. Auch für Eintracht-Chefcoach Josef Cinar ist die Situation alles andere als leicht: „Wir müssen schauen, wie wir das kompensieren und werden uns natürlich trotz allem bestmöglich vorbereiten. Aber es wird ein ganz schweres Heimspiel.“

Unabhängig vom aktuellen Verletzungspech beim SVE zählen die Gäste aus dem benachbarten Saarland in dieser Saison ohne Frage zu den Spitzenteams der Liga. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Südwest konnte der SV Röchling einen wichtigen Kern des Vorjahreskaders halten und deshalb gleich zum Angriff auf den Wiederaufstieg blasen. Die Elf von Trainer Erhardt steht nach 13 Spielen auf dem dritten Tabellenplatz und befindet sich nach dem 3:1-Erfolg über den Zweitplatzierten Mechtersheim am vergangenen Wochenende wieder in Schlagdistanz zum Relegationsplatz. Ein Grund zur Hoffnung für den SVE: Während die Völklinger sich im heimischen Hermann-Neuberger-Stadion bisher beinahe schadlos hielten und nur gegen Verfolger Schott Mainz Punkte ließen (0:2), läuft es auswärts noch nicht rund – erst zweimal siegten die Saarländer in der Fremde.

Einen Auswärtssieg hat zuletzt endlich auch Eintracht Trier geschafft. Der wichtige 1:0-Sieg bei Hertha Wiesbach und das anschließende Weiterkommen im Rheinlandpokal sollten den nötigen Auftrieb für das Duell mit Röchling Völklingen geben. „Wir haben gut regeneriert und uns bestmöglich vorbereitet. Für mich sind sie aber der klare Favorit, der mit vielen ganz erfahrenen Spielern daherkommt, die schon lange zusammenspielen“, stellt SVE-Chefcoach Cinar klar. Seiner Mannschaft hat er eine klare Marschroute mitgegeben, damit es mit dem Dreier vielleicht trotzdem klappt: „Es wird ein Geduldsspiel, in dem wir versuchen müssen, so wenig wie möglich zuzulassen und dann nach vorne unsere Nadelstiche zu setzen. Dann ist für uns etwas möglich.“ Anstoß im Trierer Moselstadion ist am Samstag um 17 Uhr, unterstützt wird die Partie von der Ewald Wolter S. ár. l., die als Sponsor of the Day für genug Benzin im Eintracht-Tank sorgen soll.

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